Kultur Kulturnotizen: Stiftung: Wiesbaden bekommt Museum für abstrakte Kunst

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Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden lässt sich ein Museum für abstrakte Kunst schenken. Die Stadtverordnetenversammlung stimmte dafür, der Reinhard-und-Sonja-Ernst-Stiftung ein Grundstück in der Innenstadt für einen symbolischen Betrag 99 Jahre lang zur Erbpacht zu überlassen, wie eine Sprecherin der Stadt gestern mitteilte. Der Erbpachtvertrag wurde bereits gestern unterschrieben, teilte der Mäzen und Stiftungsleiter Reinhard Ernst mit. Die Kosten von gut 40 Millionen Euro für den Museumsbau übernehme die Stiftung. Das Museum solle Ende 2021 fertig werden. Nach Auffassung eines Kulturexperten hat ein Minnesänger vor rund 850 Jahren den Ausdruck „Weihnacht“ in den deutschen Wortschatz eingeführt. Damals wurde der Begriff „wihe naht“ im Sinne einer „heiligen Nacht“ in zwei mittelhochdeutschen Texten, einer Predigtsammlung und im Minnesang, erstmals verwendet, sagte der Leiter des Städtischen Museums Bruchsal, Thomas Adam. Der auch heute stark emotional besetzte Ausdruck sei wohl eine direkte Lehnübersetzung des lateinischen „nox sancta“. Um 1170 habe der Burgherr der Burg Weiler auf dem Steinsberg, der Edelfreie Werinhard, einem fahrenden Sänger Aufnahme gewährt. Der Sänger Spervogel lobte seinen Gönner überschwänglich in einem Lied – und verwendet in denselben Versen auch den Begriff „wihe naht“, erläutert Adam, der Autor zahlreicher Veröffentlichungen zu historischen Themen ist. Der Text laute wörtlich: „Er ist gewaltic unde starc, der ze wihen naht geborn wart.“ Gemeint sei damit Jesus Christus, erläutert Adam. Hier werde der Weihnachtsbegriff in seinem eigentlichen religiösen Sinne verwendet, als das Fest der Geburt des Heilands und als ein Moment der Hoffnung und Rettung durch einen mächtigen Erlöser. Das Weihnachtslied „O du fröhliche“ könnte – wie bereits „Stille Nacht“ – immaterielles Unesco-Weltkulturerbe werden. Die Thüringer Staatskanzlei will im Januar über einen entsprechenden Vorschlag des Falk-Vereins entscheiden. Der Falk-Verein ist nach dem Autor des Liedes, Johann Daniel Falk (1768-1826), benannt. Der Sozialreformer hatte das Lied vor über 200 Jahren als Allfeiertagslied für Weihnachten, Ostern, und Pfingsten getextet. Er wollte damit den Zöglingen in seinem Weimarer Waisenhaus die kirchlichen Feiertage näherbringen.

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