Kultur Die Klosterhauptstadt

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Nur acht der 45 vorgestellten Klöster, Stifte und Kommenden befinden sich nicht in Speyer. Da versteht es sich von selbst, dass der vierte Band des Pfälzischen Klosterlexikons nur in dieser Stadt erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden kann.

Vom Domstift über diverse Kollegiatstifte, eine Deutschordenskommende, Bruder- und Beginenhäuser bis zu Jesuitenresidenz und Kapuzinerklöster reicht die Bandbreite der von den seit 2009 für das Pfälzische Klosterlexikon arbeitenden Wissenschaftlern diesmal präsentierten geistlichen Männer- und Frauengemeinschaften in der alten Bischofsstadt Speyer. Bei deren Klosterdichte wundert es nicht, dass auch die Buchvorstellung quasi in einem Kloster stattfindet – auch wenn Sparkasse Vorderpfalz drauf steht. Die letzten Reste des zu einer Schule umgebauten Augustinereremitenklosters verschwanden beim Abriss 1980. Teile des Kreuzgang wurden jedoch wieder aufgebaut, und die Sparkasse hat einen „Augustinersaal“ in Erinnerung an eines der ältesten Klöster der Pfalz, Ort der Buchvorstellung heute um 19 Uhr (Anmeldung erbeten unter 0631/3674-303). Neben der Klosterlandschaft Speyer von besonderem Interesse in diesem Band: die erstmals in dieser Ausführlichkeit vorliegende Betrachtung der Zisterzienserabtei Stürzelbronn in Lothringen. Wie seine drei Vorgänger ist auch dieser Band opulent bebildert und enthält ausführliche Quellenangaben. Der letzte Band des dann vollendeten Projekts des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Verbindung mit dem Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg soll 2018 erscheinen. Lesezeichen — Pfälzisches Klosterlexikon Band 4, herausgegeben von Jürgen Keddigkeit, Matthias Untermann, Hans Ammerich, Charlotte Lagemann und Lenelotte Möller; Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde Kaiserslautern; 788 Seiten; 42,80 Euro.

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