Musikpreise Beyoncé stellt neuen Grammy-Rekord auf
Zuvor hatte der britisch-ungarische Dirigent Georg Solti mit 31 Grammys den Rekord des Musikers mit den meisten Preisen gehalten. Die deutsche Kim Petras schrieb Geschichte als erste Trans-Gewinnerin in der Kategorie Pop-Duo und jubelte auf Twitter: „omg i’m a tranny with a grammy …“ (Oh mein Gott, ich bin eine „Tranny“ mit einem Grammy).
„Ich versuche, nicht zu emotional zu sein. Ich versuche, diese Nacht einfach anzunehmen“, sagte Beyoncé sichtlich gerührt. Sie dankte Gott, der sie beschützt habe, und auch ihrem Mann, Rapper Jay-Z. Beyoncé gewann bei der 65. Grammy-Verleihung Preise in den Kategorien beste Tanz-Aufnahme, bestes Tanz-Album, beste traditionelle R&B Performance und bester R&B Song. Ein Wermutstropfen mag allerdings gewesen sein, dass die Künstlerin in keiner der Hauptkategorien gewinnen konnte.
„Queen Bey“ gehört mit Dutzenden Millionen verkaufter Platten und sieben Studioalben, die in den USA alle auf Platz eins der Charts landeten, zu den erfolgreichsten Musikerinnen und Musikern der Welt - und zu den reichsten. In den Charts stellte sie bereits mehrere Rekorde auf. Sie hatte im Sommer nach sechs Jahren Pause ihr siebtes Studioalbum „Renaissance“ veröffentlicht. Wieder einmal schaffte es Beyoncé auf der tanzbaren Platte, den Zeitgeist einzufangen - vor allem mit ihrer Hitsingle „Break My Soul“.
Anlässlich ihrer Welttournee zu ihrem aktuellen Album wird die 41-Jährige auch drei Konzerte in Deutschland geben: in Köln (15. Juni), Hamburg (21. Juni) und Frankfurt (24. Juni).
Das beste Album
Die Auszeichnung für das beste Album des Jahres ging unterdessen an Harry Styles für seine Platte „Harry's House“. Der 29-jährige Brite setzte sich unter anderem gegen „Music Of The Spheres“ von Coldplay, Beyoncés „Renaissance“ und „30“ von Adele durch. „So etwas passiert Menschen wie mir nicht sehr häufig“, sagte Styles sichtlich berührt, nachdem er die finale Trophäe des Abends von einem Fan übergeben bekommen hatte. „Ich bin sehr, sehr dankbar.“
Moderiert wurde die Gala erneut von Comedian Trevor Noah - First Lady Jill Biden in goldenem Kleid verkündete die Siegerin in der Kategorie Song des Jahres und ehrte zudem einen Protestsong aus dem Iran gegen die Unterdrückung von Frauen. Die iranische Protesthymne „Baraye“ des Sängers Scherwin Hadschipur, die während der jüngsten Protestwelle im Iran Millionen Menschen berührt hatte, gewann in der Kategorie Bester Song für sozialen Wandel. Jill Biden sagte: „Ein Lied kann vereinen, inspirieren und letztendlich die Welt verändern.“ Der Song sei „ein kraftvoller und poetischer Aufruf für Freiheit und Frauenrechte“. Auf Twitter schrieb Hadschipur am Montag: „Wir haben gewonnen“.
Preis für SWR Big Band
Im Schatten der Superstars wurde auch die SWR Big Band ausgezeichnet. In der Kategorie „Bestes Arrangement (Instrumental oder A Cappella)“ gewannen die Musiker aus Baden-Württemberg für einen Titel aus ihrem Album „Bird Lives“. Das Album ist eine Gemeinschaftsproduktion der SWR Big Band mit Magnus Lindgren und John Beasley. Von ihm stammt das nun ausgezeichnete Arrangement im Titel „Scrapple from the Apple“. Nach SWR-Angaben ist es die erste Grammy-Auszeichnung für die SWR Big Band nach vier Nominierungen.