Kolumnen RHEINPFALZ Plus Artikel Wochenendkolumne: Süßer die Kassen nie klingeln

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Für 450.000 Euro verkauft die Verbandsgemeinde Landstuhl das einstige Verwaltungsgebäude der ehemaligen VG Kaiserslautern-Süd in Kaiserslautern. Bei einem auf 280.000 Euro geschätzten Verkehrswert ist das ein super Geschäft. Da klingelte zu Weihnachten also nicht nur die Glocke, sondern auch die Kasse. Nun gut, dass Geld wird erst Anfang des kommenden Jahres überwiesen, aber zu Weihnachten stand bereits fest: Der Verkauf ist in trockenen Tüchern.

Ganz nebenbei wird so die in diesem Jahr erfolgte Fusion der beiden Verbandsgemeinden nochmal ordentlich finanziell versüßt. Da könnte sie sich womöglich schneller lohnen als gedacht. Denn Einsparungen – und das soll ja der vom Land vorgegebene Sinn der Fusion sein – werden erst in mehreren Jahren erwartet. Zumindest etwas könnte sich diese Wartezeit durch den nun erzielten Gewinn wohl verkürzen. Für die Verbandsgemeinde Landstuhl bringt die Veräußerung auf jeden Fall Vorteile. Unter anderem dürfte auch das ein oder andere Projekt mit dem in dieser Höhe etwas unerwarteten Geldsegen bestimmt einfacher zu stemmen sein.

Dass der Verkauf so schnell abgewickelt werden konnte, ist ein schöner Erfolg. Erst im Juli 2019 fusionierten die VGs Kaiserslautern-Süd und Landstuhl zur neuen VG Landstuhl. Damit wurde das alte Verwaltungsgebäude in Kaiserslautern nicht mehr gebraucht. Für die neue VG wäre es lediglich noch ein Klotz am Bein gewesen, der wohl auch etwas Geld verschlungen hätte. Das Gebäude nicht zu pflegen und verfallen zu lassen, wäre ja keine Option gewesen. Mit dem zügig erfolgten Verkauf können also schon jetzt laufende Kosten eingespart werden.

Wer der großzügige Käufer ist, bleibt derzeit noch geheim. Der Verbandsgemeinde Landstuhl kann das aber auch egal sein. Denn schließlich steht das Gebäude in Kaiserslautern. Die weitere Nutzung dürfte daher wohl eher hier von Interesse sein.

Wartezeit: Weihnachtsbaum im Rohbau

Eigentlich sollte der Bau des neuen Feuerwehrhauses in Lambsborn schon im Spätherbst abgeschlossen werden. Das hoffte zumindest der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau, Erik Emich, im Februar. Lambsborns Wehrleiter Ralf Vollmar war da etwas vorsichtiger. Er wäre schon froh, wenn ein geschmückter Tannenbaum bei der Übergabe daneben stehe, sagte er damals.

Leider sollte er mit seiner Skepsis recht behalten. Und selbst sein Wunsch, wenigstens zu Weihnachten einziehen zu können, wurde nicht erfüllt. Den Tannenbaum gab es zwar. Aber er musste im Rohbau aufgestellt werden. Noch sechs bis acht Monate werde es nun wohl dauern, bis die Übergabe erfolgen könne. Da ist fast schon zu befürchten, dass das „Geschenk“ Feuerwehrhaus wohl doch zu Weihnachten kommt – im Jahr 2020.

Gerade an diesem Beispiel zeigt sich: Des einen Freud ist des anderen Leid. Denn das Baugewerbe kann sich über die derzeitige Auftragslage absolut nicht beklagen. Nur leider sorgen volle Terminbücher eben auch dafür, dass Aufträge nicht angenommen werden können. Oder hohe Preise aufgerufen werden. Genau das ist wohl auch das Problem beim Bau des Feuerwehrhauses. Denn auf die Ausschreibungen kamen eben manchmal gar keine oder teure Angebote. Bleibt nur zu hoffen, dass im kommenden Jahr Unternehmen gefunden werden, die schnell und zu vernünftigen Preisen an die Arbeit gehen können. Besonders den fleißigen Wehrleuten wäre das zu gönnen. Und wer weiß: Vielleicht bringt ja unerwartet früh schon der Osterhase die fertige Unterkunft. Man wird ja noch träumen dürfen.

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