Beziehungskiste Rente in Sicht

Gabriele Engel (links) und Ursula Klotmann praktizieren als systemische Therapeutinnen in Neustadt.
Gabriele Engel (links) und Ursula Klotmann praktizieren als systemische Therapeutinnen in Neustadt.

Nach einem erfüllten Berufsleben kommt der Ruhestand. Wie kann man sich auf ihn vorbereiten?

„In einem Jahr werde ich in den Ruhestand gehen. Eigentlich würde ich das Ganze gerne auf mich zukommen lassen, andererseits höre ich immer wieder, dass man sich gut darauf vorbereiten soll. Wie würde das gehen?“

Der Abschied aus dem Berufsleben ist eine einschneidende Veränderung. Sich darauf vorzubereiten ist sinnvoll. Welche Wucht diese Umstellung haben kann, erkennen die meisten Menschen erst während des Ruhestands. Es geht um nichts Geringeres als die Identität nach der Berufsphase.

Zu einer guten Vorbereitung gehört die Bestandsaufnahme: Was fällt weg und muss neu erarbeitet werden? Sinnhaftes Tun, eine vorgegebene Zeitstruktur, jobbedingte Sozialkontakte, Ziele, Zufriedenheit durch Erfolg und Anerkennung, Status, Weiterentwicklung und vieles mehr.

Sie sehen, es gibt viel zu tun – aber nicht alles auf einmal! Machen Sie sich mit drei der genannten Themen mithilfe der folgenden Fragen auf die Suche: Welche früheren Interessen haben Sie aus Zeitmangel vernachlässigt? Welche aktuellen Themen interessieren Sie heute? Bleiben Sie lieber im Gewohnten oder suchen Sie neue Herausforderungen? Haben Sie Lust auf Vereinsarbeit und Ehrenamt? Starten Sie und überprüfen Sie nach sechs Monaten Ihre Zufriedenheit, denn sie ist der Maßstab, ob Sie auf dem richtigen Weg sind. Es lohnt sich, denn Sie können noch viele gute Jahre vor sich haben.

Liebe Leser, haben Sie ähnliche Fragen? Dann schicken Sie diese per Post an RHEINPFALZ am SONNTAG, Beziehungskiste; Ostbahnstraße 12, 76829 Landau oder per E-Mail an ras-beziehungskiste@rheinpfalz.de.

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