Was sollten Eltern tun, wenn sie mit dem pädagogischen Konzept des Kindergartens unzufrieden sind?
„Mein Sohn, dreieinhalb Jahre, ist seit sechs Monaten im Kindergarten. Er ist gerne mit den Kindern zusammen. Ich bin aber mit dem offenen Konzept, welches das Freispiel über alles stellt, sehr unzufrieden. Weder wird gemeinsam gesungen oder gebastelt noch finden gemeinsame Mahlzeiten oder angeleitete Spiele statt. Das habe ich mir anders vorgestellt. Was kann ich tun? “
Wir raten zu einem Gespräch mit den Erzieherinnen, in dem Sie sich das Konzept und seinen pädagogischen Hintergrund erklären lassen und Ihre eigenen Eindrücke und Bedenken äußern können. Achten Sie darauf, ob Sie ernst genommen werden: Nimmt man sich Zeit und geht auf Ihre Bedenken und Ideen ein? Schlagen Sie regelmäßige Kontakte vor, um die weitere Entwicklung zu besprechen. Zusätzlich sollten Sie Kontakte mit Kindern und Eltern des Kindergartens aufbauen, etwa über Verabredungen nach der Kindergartenzeit und durch Teilnahme an Elternabenden, Elternausschüssen und Projektgruppen.
Sollte Ihre Unzufriedenheit bleiben, können Sie den Kindergarten wechseln. Machen Sie sich über Angebote anderer Einrichtungen kundig: im Internet und durch Gespräche mit Eltern auf Spielplätzen oder in der Nachbarschaft. Kinder werden übrigens auch in Sportvereinen, Musikschulen und spezifischen Kindergruppen gefördert. Das Kennenlernen anderer Kinder und Eltern aus einem anderen Umfeld mit neuen Infos ist von großem Vorteil.
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