Beziehungskiste Beziehungskolumne: Einfach zu viel

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Wem Probleme über den Kopf wachsen, der sollte einen Plan schmieden. Nicht hektisch werden!

„Mir wächst gerade alles über den Kopf. Meinem Mann droht Arbeitslosigkeit, unser Vermieter spricht von Eigenbedarf, die Kita unserer vierjährigen Zwillinge ist wegen Corona geschlossen, meine Mutter hat sich das Bein gebrochen und jetzt ist noch die Waschmaschine kaputt. Wie schaffe ich das alles?“

Ja, das ist wirklich viel, zusätzlich zur Belastung durch die Pandemie. So merkwürdig es klingt – wir raten Ihnen, sich erst mal zurückzulehnen und sich Zeit zu lassen.

Sammeln Sie alles, was Sie gerade belastet, geben Sie jeder Krise eine Überschrift – Arbeitslosigkeit, Wohnungskündigung, Kita, Mutter, Waschmaschine – und notieren Sie diese auf einem großen Blatt. Jede Krise bekommt nun einen großen Kreis, in den Sie Ihre Gedanken, Gefühle und Ziele eintragen. Durch diese Visualisierung und Strukturierung wird der große Berg der Anforderungen in überschaubarere Einheiten aufgeteilt.

Ermitteln Sie nun bei jeder Krise, was Sie brauchen – etwa eine Kinderbetreuung, Informationen über Mieterschutz, die Versorgung der Mutter. Prüfen Sie, was Sie selbst tun und wo Sie Hilfe aktivieren können, bei Verwandten, Freunden, Nachbarn, Beratungsstellen und Sozialen Diensten. Entscheiden Sie nun, mit welcher Krise Sie beginnen. Wir raten: Fangen Sie mit dem „Berg“ an, auf den Sie den größten Einfluss haben. Ist das Problem gelöst, streichen Sie diese Baustelle von Ihrer Liste. Das tut gut! So gehen Sie bei allen Krisen vor, Schritt für Schritt. Viel Erfolg!

Liebe Leser, haben Sie ähnliche Fragen? Dann schicken Sie diese per Post an RHEINPFALZ am SONNTAG, Beziehungskiste; Ostbahnstraße 12, 76829 Landau oder per E-Mail an ras-beziehungskiste@rheinpfalz.de.

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