Beziehungskiste Beziehungskolumne: Die Dritte im Bund
Wissen Sie noch, wann und mit welchem Beweggrund Sie sich entschieden haben, eine solch nahe Kommunikation zum Vater des Freundes zu pflegen? Vielleicht, um die Beziehung der beiden zu verbessern oder um zu zeigen, welch gute Freundin – und potenzielle Schwiegertochter – Sie sind? Oder weil Sie generell Frauen eher in der Rolle der Beziehungsgestalterin sehen?
Gehen Sie in sich und finden Sie heraus, mit welcher Erwartung Sie sich auf diese Form der Kommunikation eingelassen haben. Prüfen Sie, ob diese Motivation noch besteht oder sich inzwischen geändert hat. Wenn das der Fall ist, sollten Sie sich aktiv umentscheiden und dies offen kommunizieren. „Ich habe das bisher gerne gemacht. Jetzt wird es mir zu fordernd und ich gebe die Verantwortung für die Kommunikation zwischen dir und deinem Vater an dich zurück. Ich werde diese wöchentlichen Telefonate beenden.“
Tatsächlich sind Vater und Sohn für ihre Beziehung zuständig, nicht Sie. Unterstützen Sie daher sparsam und zurückhaltend. Nur Mut!