Ein Kind ist da. Ein Partner arbeitet in Vollzeit, der andere in Teilzeit. Beim Geld sorgt das für Konflikte.
„Seit wir zusammen wohnen, zahlen wir die gemeinsamen Kosten je zur Hälfte. Ansonsten hat jeder sein Geld zur eigenen Verfügung. Seit der Geburt unserer Tochter bin ich in Teilzeit, verdiene viel weniger als er und habe somit weniger Geld für mich. Ich finde das ungerecht und wir streiten uns deshalb ständig. Was raten Sie?“
Ihr Streit verweist auf ein Ungleichgewicht und die Notwendigkeit einer neuen Lösung. Wir wissen nicht, ob Sie früher gleich viel verdient haben. Das wäre nämlich die Grundlage gewesen für Ihre damalige Entscheidung, gemeinsame Kosten je zur Hälfte zu tragen. Wenn bei Paaren eine/einer mehr verdient als der/die andere, müssen die gemeinsamen Ausgaben prozentual zum jeweiligen Einkommen getragen werden. Das heißt: Derjenige, der mehr verdient, wirft auch mehr in den gemeinsamen Topf. Haben Sie das bei Ihrer damaligen Vereinbarung berücksichtigt?
Jetzt sind Sie in einer völlig anderen Lage. Aufgrund Ihrer gemeinsamen Entscheidung, dass er Vollzeit arbeitet und Sie Teilzeit, um das gemeinsame Kind zu versorgen, ist ein Ungleichgewicht entstanden. Sie verzichten auf die volle Berufstätigkeit, auf einen Teil Ihres Einkommens, damit auch auf einen Teil Ihrer Rentenansprüche. Dafür braucht es einen gerechten Ausgleich. Zum Beispiel könnte er Ihren Anteil an gemeinsamen Kosten voll übernehmen, und Sie könnten mit Ihrem Geld für das Alter vorsorgen. Verhandeln Sie darüber.
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