1. FC Kaiserslautern
Stimmen zum FCK-Sieg in Kiel: „Wir haben uns alle gegenseitig in den Arsch getreten.“
Julian Krahl, Torwart des FCK: Ich bin froh, dass ich die meisten Bälle – bis auf einen – halten konnte. Dass wir es in der zweiten Halbzeit besser machen müssen, das haben wir heute nochmals explizit angesprochen. Wir haben uns alle gegenseitig in den Arsch getreten. Jeder hat gesehen, dass wir es wollten. Das ist genau das, was wir brauchen, um die Klasse zu halten. Wir haben es heute in der zweiten Halbzeit besser gemacht. Es war der Schritt in die richtige Richtung. Wir müssen liefern, alles andere ist egal. Es war nur ein Schritt in die richtige Richtung, nicht mehr und nicht weniger. Wenn wir unsere Punkte holen, ist alles andere scheißegal.
Friedhelm Funkel, Trainer des FCK:Wir haben von der ersten Sekunde an selbstbewusst gespielt, was nicht jeder von uns hier beim Tabellenführer erwartet hätte. Meine Mannschaft hat über 90 Minuten sehr konzentriert gespielt. Wir haben drei Tore auswärts geschossen, bei einer Mannschaft, die in sechs Spielen überhaupt kein Gegentor kassiert hat. Das hat gezeigt, dass wir mutig waren. Das war ein sehr, sehr wichtiger Sieg für uns, mehr nicht. Die Situation ist nach wie vor kritisch für uns. Wir müssen auch in den nächsten Spielen mindestens zwei Siege holen, um in der Liga zu bleiben. Aber nach der heutigen Leistung, so wie die Mannschaft aufgetreten ist, bin ich davon überzeugt.
Jan Elvedi, Abwehrspieler des FCK: Wir wollten unbedingt den Sieg holen. Wir sind alle platt, aber wenn man so nah dran ist, dann geht jeder über seine Grenzen. Wir wollten eng am Mann sein, hoch pressen. Das müssen wir auch die nächsten Spiele zeigen. Es ist Teil des Jobs, die Höhen und Tiefen nicht zu nahe an einen heranzulassen. Man muss die goldene Mitte nehmen. Wir bleiben alle bescheiden. Es ist eine Genugtuung, wenn man 30 bis 40 Zweikämpfe hat und alles reinwirft und den Gegner ein ums andere Mal nicht zum Erfolg kommen lässt. Wir müssen jedes weitere Spiel einzeln nehmen. Uns muss bewusst sein, dass wir noch lange nicht durch sind, aber es war gut für das Selbstvertrauen.
Jean Zimmer, Kapitän des FCK: Der Trainer hat es letzte Woche treffend gesagt, dass nicht alles schlecht war. Heute war auch nicht alles perfekt. Das Trainerteam hat einen guten Weg gefunden, in der Kabine, im Umgang miteinander, die Spiele kritisch zu analysieren. Heute haben wir uns in der zweiten Halbzeit belohnt. Wir wissen, dass wir in der Abwehr Qualität haben in Touré, Tomiak und Elvedi. Da muss man erst einmal vorbeikommen. Es gab Häuptlinge auf dem Platz, die heute vorangingen. Dieser Sieg gibt uns Selbstvertrauen.
