1. FC Kaiserslautern
Nichts „Prickelndes“: FCK-Leihspieler Alidou enttäuscht in Braunschweig
Die Hoffnungen sind unerfüllt geblieben, es fühlt sich nach Enttäuschung an. Und zwar bei allen Beteiligten. Im Winter hatte der 1. FC Kaiserslautern Flügelstürmer Faride Alidou an Zweitliga-Konkurrent Eintracht Braunschweig verliehen. Vor der Rückkehr des 24-Jährigen auf den Betzenberg im Duell am Freitag (18.30 Uhr, Liveblog auf rheinpfalz.de) fällt das Fazit des Transfers auf Braunschweiger Seite ernüchternd aus. Alidou hat bisher kein Tor beigesteuert und ist sowohl unter Trainer Heiner Backhaus als auch unter dessen Nachfolger Lars Kornetka nicht über die Rolle eines Ergänzungsspielers hinaus gekommen. Gerade einmal 123 Minuten stand die Leihgabe aus Kaiserslautern in der Rückrunde auf dem Platz. „Prickelndes hatte die Liaison zwischen Eintracht Braunschweig und Faride Alidou bisher nicht hervorgebracht“, schrieb die „Braunschweiger Zeitung“ nach dem 1:1 der Eintracht gegen Hertha BSC am vergangenen Sonntag.
In dieser Partie kam Alidou zum ersten Mal überhaupt seit Anfang Februar zum Einsatz und hätte nach seiner Einwechslung in der zweiten Halbzeit bei einer Chance beinahe den Siegtreffer erzielt. Doch sein strammer Abschluss flog Zentimeter am Tor vorbei.
In Braunschweig hofft man nun, dass Alidou im Endspurt vielleicht doch noch einmal ein Faktor werden könnte, um die abstiegsbedrohte Eintracht in der Zweiten Liga zu halten. „Er hat sich in den letzten Wochen im Training gezeigt und sich sehr darauf besonnen, was auf dem Platz passiert. Er ist ruhiger geworden außerhalb. Das sieht man, dass ihm das gutgetan hat“, sagte Kapitän Thorben Hoffmann der „Braunschweiger Zeitung“: „Faride drängt auf Spielzeit, genau das brauchen wir. Wir brauchen Konkurrenzkampf, Spieler, die von der Bank brennen und den Bock umstoßen wollen.“
Alidou wollte oder durfte selbst nicht über das Spiel beim FCK oder seine Zukunft – er besitzt in der neuen Saison wieder einen Vertrag in Kaiserslautern - sprechen. Die Braunschweiger Medienabteilung lehnte alle Interviewanfragen ab.
Eintracht-Trainer Kornetka wiederum sah Alidous ansprechende Leistung gegen Hertha als Mutmacher für die kommenden Aufgaben im Abstiegskampf. „Ich habe ihm nach dem Spiel gesagt, dass ich mich freue, ihn wieder so auf dem Platz zu sehen.“ Ein bisschen sinnbildlich für den komplizierten Karriereverlauf des Offensivspielers in den vergangenen Jahren, in denen er sich weder beim FCK , noch in Köln, Frankfurt oder bei Hellas Verona durchsetzen konnte, stand aber die Szene nach der vergebenen Torchance gegen die Berliner. Alidou war nach der Aktion so sauer, dass er mit einem im Aus liegenden Ball, den er wegdrosch, beinahe einen Fahnenschwenker in der Braunschweiger Fankurve abgeschossen hätte.
