1. FC Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Luca Sirch und sein Profidebüt beim FCK: Ein Sieger unter vielen Verlierern

Eine Premiere, die gemischte Gefühle auslöste: Luca Sirch stand zum ersten Mal in der Zweiten Liga auf dem Platz.
Eine Premiere, die gemischte Gefühle auslöste: Luca Sirch stand zum ersten Mal in der Zweiten Liga auf dem Platz.

Der Frust beim FCK war nach der 0:1-Niederlage in Elversberg groß. Luca Sirch hat dennoch Grund, den Tag positiv in Erinnerung zu behalten.

Luca Sirch wusste nicht recht, wie er sich denn nun zu fühlen habe. Das war nachvollziehbar, denn er stand kurz zuvor vor Menschen, die seine Mitspieler und ihn beschimpften. Die Stimmung in der Arena der SV Elversberg war nicht gut für alle, die es mit dem 1. FC Kaiserslautern halten. Die Roten Teufel hatten die Partie beim Nachbarn 0:1 verloren. „Die Niederlage überwiegt“, gab Sirch deshalb artig zu Protokoll.

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Es schlummerten aber noch andere Emotionen in dem 25-Jährigen, denn auf dem Rasen im Saarland hatte sich ein Traum für Sirch erfüllt. Im fortgeschrittenen Fußballeralter feierte der Defensivmann seine Premiere in der Zweiten Liga. Sirch war im Sommer vom Regionalligisten Lok Leipzig in die Pfalz gewechselt und musste eine Weile warten, bis sich dieser Schritt auszahlte – am Samstag war es soweit.

„Luca hat Zeit gebraucht“

„Luca hat Zeit gebraucht, um sich an die Abläufe zu gewöhnen“, sagte Markus Anfang am Samstag. Der Trainer räumte Sirch Zeit für den Umstellungsprozess ein. In den ersten Wochen schaffte es der Sommerzugang nicht in den Kader bei den Profis. Stattdessen zeigte er zweimal in der U21-Reserve in der Oberliga seine Fähigkeiten und bot sich so für einen Einsatz in der Zweiten Liga an. In Regensburg stand er zum ersten Mal im Kader in der Zweiten Liga, kam beim 0:0 aber nicht zum Einsatz. Das änderte sich in Elversberg, weil Sirch in der Schlussphase für den angeschlagenen Boris Tomiak aufs Feld kam.

„Ich sollte meine Stärken im Aufbauspiel einbringen“, erklärte Sirch, der in den hektischen Schlussminuten versuchte, aus der Innenverteidigung Impulse zu setzen, um die Niederlage in Saarland abzuwenden. Es gelang allerdings nicht. Trotzdem werden Sirch die Minuten in Erinnerung bleiben, in denen er einen großen Schritt in seiner Karriere machte. Es ist selbstredend, dass der 25-Jährige darauf hofft, dass der Einsatz in Elversberg ein Anfang war und weitere Zweitligaspiele folgen werden.

Die Alternativen gehen aus

Die Chancen darauf stehen im Moment gar nicht schlecht, denn in der Defensive gehen Anfang langsam die Alternativen aus. Tomiak humpelte vom Feld, angesichts seiner anhaltenden Probleme am Sprunggelenk droht eine Pause. Almamy Touré ist ebenfalls angeschlagen und im Moment nicht einsatzbereit. „So viele Spieler habe ich nicht mehr, die in der Innenverteidigung spielen können“, sagte Anfang. Sirch kann sowohl in der hintersten Linie verteidigen als auch im defensiven Mittelfeld spielen. Vielleicht hilft ihm die Variabilität, damit er bald nach einem Spiel in der Zweiten Liga rundum glücklich sein kann – nach einem Sieg des FCK.

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