Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel FCK nach Hinrunde: Eine Mannschaft im Aufwind

FCK-Trainer Markus Anfang ist ehrgeizig, gar ein Stück weit verbissen, wenn es um den Erfolg im Fußball geht.
FCK-Trainer Markus Anfang ist ehrgeizig, gar ein Stück weit verbissen, wenn es um den Erfolg im Fußball geht.

Trainer Markus Anfang drückt beim 1. FC Kaiserslautern seine Philosophie durch. Dabei schreckt er vor unpopulären Schritten nicht zurück.

Den idealen Trainer beim 1. FC Kaiserslautern wird es wohl nie geben. Egal wer kommt, irgendjemand hat immer was an der Personalie auszusetzen. Markus Anfang wurde bei seinem Antritt nicht der rote Teppich ausgerollt. Aber er hat zwischenzeitlich manche Kritiker von seinem Weg überzeugt.

Der FCK hat unter Anfang einen Aufschwung erlebt. Aus dem Beinahe-Absteiger der Vorsaison ist eine Mannschaft geworden, die mit den Spitzenteams mithalten kann – sofern alles passt. Der FCK stand zwischenzeitlich auf dem zweiten Tabellenplatz. Anfang hat den FCK stabilisiert. Er hat den Spielstil strukturiert. Es ist kein Rumpelfußball mehr wie zeitweise in der vergangenen Saison, sondern es ist eine Philosophie zu erkennen.

Anfang ist ein resoluter und ehrgeiziger Trainer. Er lässt sich nicht in allen Dingen reinreden. Er geht konsequent seinen Weg und scheut nicht davor zurück, auch unpopuläre Schritte zu gehen. So wurde aus Kapitän Marlon Ritter ein Pendler zwischen Startelf und Ersatzbank. Jean Zimmer spielt keine große Rolle mehr. Man muss ein dickes Fell haben und selbstbewusst sein, um den einen oder anderen Schritt durchzuziehen. Denn nicht alle Personen sind mit jeder Entscheidung Anfangs einverstanden.

Auch wenn Marlon Ritter (rechts) Kapitän beim 1. FC Kaiserslautern ist, hat er bei Trainer Markus Anfang (Zweiter von links) kei
Auch wenn Marlon Ritter (rechts) Kapitän beim 1. FC Kaiserslautern ist, hat er bei Trainer Markus Anfang (Zweiter von links) keinen Freifahrtsschein.

Aber Anfang wird am Erfolg gemessen, nicht daran, wen er glücklich macht oder wie viele Nachwuchsspieler er einbaut. Natürlich ist es wichtig, jungen, vielversprechenden FCK-Talenten eine glaubwürdige Perspektive zu bieten. Denn sie können im Idealfall für Millionen verkauft werden. Dieses Feld muss der FCK intensiver bestellen. Das ist aber nicht primär Anfangs Aufgabe. Er muss und will das Team sportlich voranbringen. Das ist erkennbar. Die Mannschaft ist in der Lage, zwischen verschiedenen Spielsystemen zu wechseln. Anfang beharrt nicht mehr auf seinem 4-3-3-System. Die Frage ist: Hat er das von sich aus eingesehen oder gab es sanften Druck von anderer Stelle?

Markus Anfang scheint bereit, für den Erfolg Abstriche zu machen. Das ist gut. Ihm war es bislang nie vergönnt, mit einem Verein in die Bundesliga aufzusteigen – obwohl er mit dem 1. FC Köln kurz davor stand. Mit dem 1. FC Kaiserslautern will er dieses Ziel endlich erreichen. Bislang ist er auf einem guten Weg.

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