Mit dem FCK im Trainingslager Die Roten Teufel sind auf Malta gelandet

Plötzlich tauchen Maltas Felsküsten am Flugzeugfenster auf.
Plötzlich tauchen Maltas Felsküsten am Flugzeugfenster auf.

Bis Freitag bereitet sich Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern auf Malta für die Rückrunde vor. Redakteur Julian Laber begleitet das Team und berichtet auch über Ereignisse und Begebenheiten neben dem Spielfeld.

Plötzlich reißt die Nebelwand auf. Und dann sind sie da, die schroffen Felsküsten Maltas. Langsam fliegt das Flugzeug darüber hinweg und setzt wenige Minuten später auch schon auf dem Rollfeld des internationalen Flughafens des kleinen Inselstaats auf.

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Bis kommenden Donnerstag bin ich nun hier, auf dem kleinen Archipel im Mittelmeer, südlich von Sizilien. Nein, natürlich nicht zum Urlaubmachen. Das wäre ja wohl kein Tagebucheintrag in dieser Zeitung wert. Der 1. FC Kaiserslautern verbringt hier sein Wintertrainingslager. Am Freitagvormittag hat sich der Fußball-Zweitligist auf den Weg in die Vorbereitung auf die Rückrunde gemacht.

Zum ersten Mal Linksverkehr

Relativ stabile 16 bis 18 Grad und Sonnenschein hat es auf Malta. Die Westpfalz kann in dieser Jahreszeit üblicherweise nur düsteres Winterwetter bieten. Einen kleinen Temperaturschock habe ich auf jeden Fall auch bekommen. In Frankfurt waren es am Morgen knackige null Grad, einmal hätte ich mich auf einer glatten Stelle auf dem Weg zum Flughafen fast auf die Nase gelegt. Erste Amtshandlung auf Malta: Weg mit der Winterjacke. Der Temperaturunterschied ist mehr als deutlich. „Ja, ja, hier ist es doch ein bisschen wärmer als bei euch“, meint ein Mitarbeiter einer Mietwagenfirma lachend. Überfordert bin ich nicht nur mit dem Wetter. Um es mal wie ein Verkehrsratgeber aus dem Internet zu formulieren: Der Verkehr auf Malta ist „gewöhnungsbedürftig“ – für Deutsche auf jeden Fall. Noch nie in meinem Leben war ich bis Freitag im Linksverkehr unterwegs. Mischt man das mit der in Südeuropa bekannten, etwas eigenwilligen Fahrweise, erhält man als ungeübter Linksfahrer eine ziemlich interessante Mischung. Zumal rund um den Flughafen – direkt zum Einstieg also – relativ viel los ist auf den Straßen.

Wir, also die Roten Teufel und ich, residieren im Nordwesten der Insel. Ich wohne in St. Paul’s Bay, der FCK residiert in einem Hotel knapp außerhalb der Stadt. Trainieren wird die Truppe von Cheftrainer Markus Anfang im Nationalstadion Maltas, etwa eine Viertelstunde mit dem Auto entfernt.

Auch auf Malta wird’s früh dunkel

„Merhba Malta“, das heißt so viel wie „Willkommen auf Malta“ in der Landessprache. Warum nur „so viel wie“? So kompliziert ist das ja schließlich nicht. Nun ja, diese Phrase spuckt der Google-Übersetzer auf Abfrage aus – und der übersetzt bekanntlich gerne mal nur so ungefähr. Und nur „so viel wie“, da im Maltesischen Sonderzeichen existieren, die eine deutsche PC-Tastatur nicht hergibt.

Viel habe ich in den wenigen Stunden, in denen ich schon hier bin, noch nicht sehen können. Die Autofahrt war nicht lang und führte durch zahlreiche Häuserschluchten. Zudem wird es auch im Mittelmeerraum Anfang Januar früh dunkel – man mag es kaum glauben.

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