FCK-Kolumne
Böhms Betze: Wenn das Thema „Relegation“ Albträume provoziert
Gedanken sind frei. Fantasie darf sprießen. Träume sind erlaubt. Vor das Hauptwort „Traum“ aber würde ich gerne die Silbe „Alb“ setzen. Mir schwirrt in diesen so abstiegskampfgetränkten Tagen manch ein Szenario durch den Schädel, von dem ich inständig hoffe, dass es nicht Realität werden möge. Bei dem ich ausrufen möchte: „Schweschter, die Droppe, mir werd schun widder so.“
Vor allem beschäftigen mich diverse Relegationsmodelle, die bei einem Blick auf die Tabelle der Dritten Liga keineswegs absurd sind. Angesichts des Vorsprungs von sieben beziehungsweise sechs Punkten dürften Jahn Regensburg und der SSV Ulm direkt eine Etage höher springen, danach aber knubbeln sich fünf Teams, die allesamt noch die Chance auf ein „Nachsitzen“ um den Aufstieg und Duelle mit dem 1. FC Kaiserslautern haben, sollte dieser sich am Ende der Zweitliga-Spielzeit auf Platz 16 einfinden. Die Spannbreite reicht von Charme über Pulverfass bis Horror.
Schuster, bleib bei deinem ... Urlaubsplan
Charme besäßen die Vergleiche mit Preußen Münster um die ehemaligen FCKler Sascha Hildmann und Dominik Schad oder Rot-Weiss Essen mit Ex-Teufel Felix Götze. Einem Pulverfass gliche es, müsste der FCK mit dem 1. FC Saarbrücken die Klingen kreuzen. Aufruhr in Südwest. Das kalte Grausen packt mich beim Gedanken an eine Neuauflage des Duells mit Dynamo Dresden. Nach den Ereignissen und dem Ausgang 2022 sollte man Stoßgebete gen Himmel senden und flehen: Gott bewahre. Dagegen wäre Variante fünf, ein Kräftemessen mit dem SV Sandhausen, für die Polizei in etwa so, als müsste sie einen Kindergeburtstag bewachen.
Ob Sie’s glauben oder nicht, dieser Tage bahnte sich ein furchtbarer Gedanke den Weg ins Bewusstsein. Was, wenn Dynamo sich dazu entschlösse, Markus Anfang doch noch zu entlassen und einen anderen Trainer zu installieren, um einen Impuls zu setzen, die Relegation zu erreichen und dort zu reüssieren?
Und wer fiel mir da ein? Na, na? Ein Sachse. Dirk Schuster. Horror. Immerhin, Schuster ist mit seinem „Gehilfen“ Sascha Franz noch an den FCK gebunden. Und der wäre wohl kaum so deppert, einer Vertragsauflösung zuzustimmen, damit die beiden gegen den FCK coachen könnten. Ist doch so, oder?
Unser Autor
Andreas Böhm, 57, war einst Fan der Generation „Willst du bequem nach Hause laufen, musst du Roschy-Schuhe kaufen“. Seit 1995 ist er zum Glück der journalistischen Neutralität verpflichtet; seit 2013 FCK-Reporter für diese Zeitung.
