Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Pirmasenser Straße bis Frühjahr 2026 gesperrt

Die Pirmasenser Straße ist seit Mitte Mai gesperrt.
Die Pirmasenser Straße ist seit Mitte Mai gesperrt.

Seit Mai ist eine wichtige Straße in Zweibrücken gesperrt. Das führt morgens zu Staus. Dabei hat der Straßenausbau selbst noch gar nicht begonnen. Doch nun kann es losgehen.

Seit Mitte Mai ist die wichtigste Verbindung zwischen Niederauerbach und der Dorndorfkreuzung Richtung Contwig, Fasanerie und Autobahn gesperrt: die Pirmasenser Straße an der früheren Dorndorffabrik. Die Straße wird zwischen der Abzweigung zur Scheiderbergstraße und der Ampelkreuzung in drei Abschnitten ausgebaut. Die ersten beiden Monate dienen der Vorbereitung für den Straßenausbau: Stadtwerke und Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken (UBZ) lassen Stromkabel und Leitungen für Gas und Wasser verlegen sowie Hausanschlüsse erneuern. Die eigentlichen Arbeiten an der Straße hat der Stadtrat am Mittwoch vergeben – für 1,2 Millionen an die Koblenzer Firma Eurovia. Das ist günstiger als die im diesjährigen Haushalt angesetzten 1,5 Millionen, wie CDU-Sprecher Pascal Dahler in der Sitzung anmerkte.

Der erste Bauabschnitt verläuft von der Scheiderbergstraße bis zur Grundstücksgrenze Dorndorf. Dort entsteht auch der neue Lidl-Supermarkt mit einer Ein- und Ausfahrt in die Scheiderbergstraße sowie einer Ein- und Ausfahrt plus einer weiteren Ausfahrt an der Pirmasenser Straße. Die Zufahrten sollen bis Ende Oktober fertig sein, sagte Steffen Mannschatz, stellvertretender Leiter des UBZ, in der Sitzung. Der zweite Bauabschnitt verläuft bis zur Contwigerhangstraße, der dritte bis zur Ampelkreuzung. Bis alles fertig ist, wird es Frühjahr 2026, sagte Mannschatz. Der neue Lidl-Markt soll Ende des Jahres eröffnen.

An Schultagen morgens lange Staus

Wer aus Richtung Sickinger Höhe und Oberauerbach kommt und auf die Autobahn möchte, muss solange erst durch Niederauerbach an den Hofenfelskreisel und dann vorm Bahnhaltepunkt Rosengarten auf die Brücke in Richtung Bahneinschnitt fahren. Das führt besonders morgens an Schultagen zu längeren Staus. Die Straße Richtung Innenstadt ist zu solchen Zeiten sowieso schon durch Schülerverkehr und Pendler belastet. Nun kommen noch die Fahrzeuge dazu, die normalerweise über die Dorndorfkreuzung Richtung Autobahn oder Flugplatz fahren würden, wegen der Sperrung aber ebenfalls den Hofenfelskreisel nutzen müssen.

Thorsten Gries (SPD) berichtete in der Stadtratssitzung von kontaminiertem Material, das beim Aushub der jetzigen Arbeiten gefunden worden sei, und wollte wissen, ob die Stadt mit Mehrkosten rechnen müsse. Das verneinte Steffen Mannschatz, der mit einem Augenzwinkern sagte: „Das ist ein Problem der Stadtwerke, nicht der Stadt oder der UBZ.“ Denn das belastete Material sei in einer Tiefe von 1,20 Metern gefunden worden. „So tief kommen wir gar nicht“, sagte Mannschatz. Dass aber auch ein Teil des Aushubs vom eigentlichen Straßenausbau belastet ist, davon war die Stadt bereits in der Ausschreibung ausgegangen. Dort ist von knapp 400 Kubikmetern teerhaltigem Asphalt und gut 1500 Kubikmetern „Erdaushub gefährlicher Abfall“ die Rede – dazu zählen beispielsweise Boden und Steine, die mit ölhaltigen Substanzen verunreinigt sind.

x