Kreis Germersheim Lastwagenwerk: Großauftrag und große Pläne für batterie-elektrische Lkw

Das Lastwagenwerk Wörth
Das Lastwagenwerk Wörth

Wörth. Zweieinhalb Monate nach dem Produktionsstart des batterie-elektrischen eActros im Lastwagenwerk Wörth ist bei Mercedes-Benz Trucks eine erste Großbestellung über 120 Fahrzeuge eingegangen. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Das schwedische Technologieunternehmen für die Transportbranche Einride will die Flotte bei Kunden in Europa einsetzen. Mercedes-Benz Trucks wird die lokal CO2-neutralen Fahrzeuge für den schweren Verteilerverkehr ab Mitte 2022 ausliefern.

Einrinde hat sowohl den eActros 300, als auch den eActros 400 bestellt. Die Fahrzeuge unterscheiden sich in der Ausstattung: Die Batterien des eActros bestehen wahlweise aus drei (eActros 300) oder vier Batteriepaketen (eActros 400). Mit vier Batteriepaketen hat der eActros 400 eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern. Der eActros kann laut Unternehmen mit bis zu 160 kW geladen werden: Die drei Batteriepakete benötigen an einer üblichen DC-Schnellladesäule mit 400 A Ladestrom etwas mehr als eine Stunde, um von 20 auf 80 Prozent geladen zu werden.

In der Pressemitteilung bekräftige Karin Rådström, Mitglied des Vorstands der Daimler Truck Holding AG, das Ziel, „bis 2030 über die Hälfte unserer Neufahrzeuge in Europa zu elektrifizieren.“

Anfang Oktober 2021 lief das erste Serienfahrzeug des eActros im Werk Wörth vom Band. Bevor der eActros für seine Elektrifizierung ins Future Truck Center kommt, wird er auf der bestehenden Montagelinie neben Lkw mit konventionellen Antrieben gefertigt. Im Future Truck Center soll künftig auch die Elektrifizierung weiterer CO2-neutraler Mercedes-Benz Lkw stattfinden. Die Serienfertigung des für den Kommunaleinsatz entwickelten eEconic soll in der zweiten Jahreshälfte 2022 starten. Die Serienreife des batterieelektrischen eActros LongHaul für den Fernverkehr ist für das Jahr 2024 geplant.

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