Handball
Eulen noch nicht wach
Das hatten sich die Eulen anders vorgestellt. Zum Saisonauftakt musste sich der Bundesliga-Absteiger mit 21:26 (6:12) gegen den TV Hüttenberg geschlagen geben. Überragender Akteur war Ex-Eule Dominik Mappes (26). Dagegen blieben die Gastgeber bei der Premiere von Trainer Ceven Klatt deutlich unter ihren Möglichkeiten. „Wir sind an uns selbst gescheitert“, meinte Alexander Falk ein wenig ratlos. „Wir sind schon in der ersten Hälfte nicht richtig ins Spiel gekommen, haben nie den Ball laufen lassen“. In der Tat, der Auftakt verlief zäh, keine Mannschaft konnte sich frühzeitig absetzen. Dabei hätten sich die Hausherren nach der dritten Zeitstrafe für die Gäste absetzen „müssen“.
Während Dominik Mappes auf der Bank seine Strafe absitzen durfte, traf sein Kollege Moritz Zürb, Eulen-Torjäger Hendrik Wagner ins Gesicht und sah direkt die Rote Karte (8.). Nur wenige Sekunden später musste auch noch Hendrik Schreiber mit einer Zeitstrafe vom Spielfeld. Selbst gegen drei Hüttenberger Feldspieler fehlte den Eulen die Cleverness, um zum Torerfolg zu kommen. Die Chancenverwertung war miserabel. Tobias Plaue im Tor der Gäste lief zu Höchstform auf. „Es ist schon fragwürdig, warum wir heute einfache Bälle nicht verwerten konnten. Dabei hatten wir eine gute Trainingswoche hinter uns“, meinte Kapitän Gunnar Dietrich. Seiner Mannschaft unterliefen zu viele technische Fehler gegen effektive Mittelhessen.
Torhüter der einzige Lichtblick
Einziger Lichtblick war in der ersten Hälfte Torhüter Matej Asanin. Der Kroate überzeugte, hielt mit seinen Paraden seine Vorderleute zunächst im Spiel. Nach der ersten Viertelstunde ließen die Eulen ihre Aggressivität im Abwehrverbund vermissen, es fehlten die Absprachen, und im Angriffsspiel verstrickten sich Dietrich und Co. in viel zu viele Einzelaktionen. Hüttenberg agierte ruhig und besonnen, zog nach dem 5:5 Ausgleich mit fünf Tore in Folge auf 10:5 davon. Die Gastgeber blieben fast zwölf Minuten ohne Torerfolg. Da hatte Trainer Ceven Klatt in der Pause genügend Gesprächsbedarf. Aber es wurde nicht besser. Erst in der 37. Minute traf Falk zum 9:15 nach dem ersten herausgespielten Angriff. „Wir müssen einfach den Ball mehr laufen lassen. Mein Eindruck war heute, jeder wollte einfach zu viel“, sagte Trainer Klatt. So hatten die Eulen kaum eine Chance und bemühten sich um Schadensbegrenzung. „Es ist schon ärgerlich, dass wir bei dem Rückstand nicht richtig herangekommen sind“, klagte Dietrich.