Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel So entwickelt sich der Lkw-Verkehr auf der B 10

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Der Verkehr auf der B10 steigt und steigt. Und mit jedem Ausbauabschnitt wird es mehr. Vor allem der Schwerverkehr verzeichnet große Steigerungsraten. Bei Fehrbach waren es beispielsweise laut der Bundesanstalt für Straßenwesen von 2010 bis 2017 ein Drittel mehr Lastwagen. Einen großen Schub bekam das Verkehrsaufkommen durch den Wegfall der Ampel bei Hinterweidenthal.

Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) hat die großen Bundesstraßen mit automatischen Zählstellen versehen, die zu jeder Tageszeit jedes darüberfahrende Fahrzeug erfassen. Die Induktionsschleifen im Boden können zwischen Autos und Lastwagen unterscheiden. Zählstellen befinden sich auf der B10 bei Fehrbach am Tunnel, bei Wilgartswiesen und bei Godramstein. Deren Ergebnisse werden immer mit einjähriger Verspätung veröffentlicht. Aktuell sind die Daten für 2019 dazugekommen.

Der langjährige Vergleich offenbart eine stetige Zunahme des Verkehrsaufkommens an allen drei Zählstellen.

2010 wurden bei Fehrbach 21.632 Fahrzeuge pro Tag gezählt. 2679 davon waren Lastwagen. Bei Wilgartswiesen sinkt die Anzahl der Fahrzeuge immer deutlich. 14.760 waren es dort im Jahr 2010, 2653 davon Lastwagen. Im weiteren Verlauf der B10 geht die Belastung dann Richtung Landau stark in die Höhe und so wurden 2010 bei Godramstein 26.515 Fahrzeuge gezählt, 3077 davon Lastwagen.

2010 war die B10 bei Fehrbach schon vierspurig. 2003 kam der Abschnitt von Pirmasens-Waldfriedhof bis Münchweiler vierspurig dazu und 2013 der Abschnitt, der direkt durch die Stadt an der Rodalber Straße führt. Die Erleichterungen für die Autofahrer machte sich prompt an den Verkehrszahlen bemerkbar.

2015 wurden bei Fehrbach 23.965 Fahrzeuge gemessen, in Wilgartswiesen 17.402 und bei Godramstein 29028. Der Schwerverkehr legte deutlicher zu: bei Fehrbach auf 3369 Lastwagen, bei Wilgartswiesen 3437 und bei Godramstein 3951 Brummis.

Dann kam jedoch der entscheidende Ausbauabschnitt bei Hinterweidenthal, wo 2016 die Ampel abgebaut wurde, die zuvor für tägliche, teils sehr lange Staus in beiden Richtungen geführt hatte. Ein Jahr später war die Fahrzeugmenge bei Fehrbach auf 25.758 geklettert, bei Wilgartswiesen 18.056 und bei Godramstein auf 29.895. Der Schwerverkehr zählte bei Fehrbach stolze 3569 Brummis, bei Wilgartswiesen 3605 und bei Godramstein 4174. Das ergibt eine Steigerung von 2010 bis 2017 beim Schwerverkehr von einem Drittel, 33 Prozent für Fehrbach und je 35 Prozent für Wilgartswiesen und Godramstein.

Von 2017 bis 2019 sind die Zahlen recht konstant geblieben mit Ausnahme von Fehrbach. Dort startete der LBM 2018 eine Sanierung der Tunnelstrecke mit einspuriger Verkehrsführung in beiden Richtungen. Obwohl größere Staus ausblieben, wirkte die Einspurigkeit so abschreckend auf Brummilenker und Autofahrer, dass die Zahlen auf 22.312 Fahrzeuge insgesamt und 3286 Lastwagen sanken. Für 2019 gibt es bei Fehrbach keine Zahlen, weil wahrscheinlich die Zählstelle selbst bei der Sanierung dran war.

Die B10 ist mit diesen Zahlen immer noch weit entfernt von der anderen Ost-West-Achse, der Autobahn 6. Dort wurden 2019 stolze 63.315 Fahrzeuge pro Tag gemessen. 9680 davon waren Lastwagen.

Der LBM hat noch eine weitere Auswertung der Zählstellendaten für die einzelnen Wochentage. Danach erreicht das Verkehrsaufkommen an Freitagen immer das Maximum. Bei Fehrbach kletterte die Gesamtverkehrsmenge dann im Jahr 2018 auf 26.053 Fahrzeuge, bei Wilgartswiesen im Jahr 2019 auf 20.617 und bei Godramstein wurde die 30.000er Marke mit 31.771 geknackt. Der Schwerverkehr hingegen ist immer mittwochs am stärksten. Bei Fehrbach beispielsweise mit 4580 Brummis, Wilgartswiesen 5126 und Godramstein 5818.

Sonntags ist es an allen drei Zählstellen am ruhigsten, wobei Godramstein mit 23.173 Fahrzeugen im Jahr 2019 immer noch einen relativ hohen Wert verzeichnete, während es in Fehrbach nur 15.971 waren.

Eine ganz andere Entwicklung hat übrigens die B427 bei Dahn genommen. Dort sank die Verkehrsbelastung. 2003 waren es bei Dahn noch 9669 Fahrzeuge, davon 481 Lastwagen. 16 Jahre später waren es 2019 noch 9092 Fahrzeuge (445 Lastwagen).

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