Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Zur Konjunkturprognose: Der Immun-Booster

Wann und in welchem Maß die Konjunktur wieder auflebt, hängt wesentlich vom Verlauf der Impfkampagne ab.
Wann und in welchem Maß die Konjunktur wieder auflebt, hängt wesentlich vom Verlauf der Impfkampagne ab.

Schnelle Impfungen in großer Anzahl werden nicht nur die Pandemie beenden, sondern auch das Wachstum wieder ankurbeln.

Es erfordert keinen besonderen ökonomischen Sachverstand, um vorherzusagen, dass der neuerliche Shutdown das Wirtschaftswachstum bremsen wird. Und um die Wachtumswerte, die Ökonomen für 2021 auf den Zehntelprozentpunkt genau vorhersagen, brauchen wir uns nicht zu scheren. Das ist die übliche Augenwischerei vieler Wirtschaftsforscher. Solche Prognosen stimmen praktisch nie.

Und es ist auch keine große Kunst zu folgern, dass mit einer Normalisierung der Wirtschaftstätigkeit ein kräftigeres Wachstum verbunden ist. Viele Menschen werden lange vermisste Formen des Konsums nachholen wollen. 100 Milliarden Euro Kaufkraft sollen sich hier „aufgestaut“ haben, meinen Ökonomen. Aber wann all das genau eintritt und in welchem Ausmaß, das ist schwer zu sagen.

Es hängt wesentlich von einem Faktor ab: die Impfungen gegen Sars-CoV-2. Je schneller große Teile der Bevölkerung geimpft werden, je mehr sich impfen lassen, umso eher springt die Konjunktur an, umso eher wird sich unser Leben normalisieren. Je langsamer die Impfkampagne voranschreitet und je weniger sich impfen lassen, umso länger werden Beschränkungen bestehen bleiben müssen und umso härter werden die wirtschaftlichen Folgen sein.

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