Rüstungsindustrie Waffenschmieden machen mehr Gewinn
Der Nettogewinn stieg um 3 auf 61 Millionen Euro. Der Umsatz wiederum blieb mit rund 1,3 Milliarden Euro in etwa gleich. Auch die Rüstungsfirma Heckler & Koch, die im Gegensatz zum Panzer- und Artillerie-Fabrikanten Rheinmetall ausschließlich Handfeuerwaffen herstellt, machte zum Jahresauftakt mehr Profit.Trotz der Stagnation beim Umsatz rechnet Rheinmetall-Chef Armin Papperger weiterhin mit einem kräftigen Wachstumsschub von 10 bis 15 Prozent im Gesamtjahr. „Nun rechnen wir uns gute Chancen aus, in der aktuellen sicherheitspolitischen Lage in zahlreichen Ländern wertvolle Beiträge zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit leisten zu können.“ Voraussetzung für das erwartete Umsatzplus ist, dass Deutschland wie geplant ein Investitionspaket von gut 100 Milliarden Euro bereitstellt, um mit dem Kauf von Waffen und anderen Rüstungsgütern die Bundeswehr auf Vordermann zu bringen.
Großauftrag aus Ungarn
In der Artillerie- und Munitionssparte verfünffachte sich der Bestelleingang im ersten Quartal auf 1,1 Milliarden Euro. Hier spielte ein mehrere Hundert Millionen Euro schwerer Munitionsgroßauftrag aus Ungarn eine zentrale Rolle.
Der Sturmgewehr-Hersteller Heckler & Koch steckte noch vor einigen Jahren in den roten Zahlen, inzwischen sieht es viel besser aus. Im ersten Quartal schnellte der Umsatz um 22,2 Prozent auf 77,5 Millionen Euro in die Höhe, der Nettogewinn konnte von 3,3 auf 8,1 Millionen Euro mehr als verdoppelt werden.
Firmenchef Jens Bodo Koch sagte, dass die Nachfrage von Nachbarstaaten Russlands seit der Krim-Annexion 2014 gestiegen sei.