Wirtschaft Villeroy & Boch baut Geschäft und Gewinn aus

«Mettlach». Der saarländische Hersteller edler Badkeramik und stilbetonten Tafelgeschirrs Villeroy & Boch vermeldet einen Anstieg von Umsatz und Gewinn.
Wie das 1748 gegründete, börsennotierte Familienunternehmen mit Sitz in Mettlach an der Saarschleife gestern mitteilte, wuchs der Umsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres gegenüber der gleichen Vorjahreszeit um 1,4 Prozent auf 611,3 Millionen Euro. Es hätten 3,2 Prozent mehr sein können, errechnet das Unternehmen, hätten sich nicht Wechselkurse in wichtigen Märkten wie den USA, Russland oder Schweden ungünstig ausgewirkt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 5,3 Prozent auf 25,8 Millionen Euro. Im Inland sei das Geschäft belastet gewesen von dem außergewöhnlich langen und heißen Sommer, schreibt Villeroy & Boch. Das habe weniger Besucher in die Einzelhandelsgeschäfte geführt. Im Geschäftsbereich Bad und Wellness kletterte der Umsatz bis Ende September um 4,4 Prozent auf 435,9 Millionen. Hier stieg der Absatz vor allem in Südeuropa und in China. In der Sparte Tischkultur sank der Umsatz um 5,2 Prozent auf 175,4 Millionen Euro. Der Konzern machte hier Sonderfaktoren verantwortlich, unter anderem Währungseffekte und eine veränderte Rabattpolitik. An seinen drei Standorten im Saarland – Mettlach, Merzig, Losheim – beschäftigt Villeroy & Boch 1800 seiner zusammen fast unverändert 7500 Mitarbeiter. Der Konzern erwartet für das Gesamtjahr einen um 2 bis 3 Prozent höheren Umsatz und ein um 5 bis 10 Prozent steigendes Ebit. Aktienchart