Wirtschaft Trotz aller Unsicherheiten

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Langfristig lohne sich die Geldanlage in Aktien, meint die Deutsche Bank. Von Schwankungen sollten sich Anleger nicht irritieren lassen. Es ist endlich geschafft, Angela Merkel bleibt Bundeskanzlerin. Vermutlich wird auch Wladimir Putin weiterhin russischer Präsident bleiben. Und auch Donald Trump wird trotz aller Wirren, aller Entlassungen von Ministern und anderen Eskapaden noch einige Zeit Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika bleiben. Damit, das meinen zumindest die Analysten, die ihre wöchentlichen Marktberichte verschicken, haben sich die Finanzmärkte inzwischen abgefunden. Es geht nur noch um Feinheiten. Wird der neue Wirtschaftsberater Trumps, Larry Kudlow, den drohenden Handelskrieg zwischen den USA und dem Rest der Welt abwenden können? Russland, so scheint es, wird die Anleger in dieser Woche kaum beunruhigen, wenn keine Überraschung geschieht. Selbst die Spannungen zwischen Ost und West wegen des möglichen Nervengiftskandals um einen russischen Ex-Spion sollten die Finanzmärkte nicht durcheinander wirbeln. Und, um wieder auf Deutschland zurück zu kommen: Wird die neue Große Koalition auch Neues voranbringen? Auf keine dieser Fragen wird es in den nächsten Tagen voraussichtlich klare Antworten geben. Aber Anleger sollte das nicht beunruhigen, meint zumindest die Deutsche Asset Management, die Vermögensverwaltungsgesellschaft der Deutschen Bank. Langfristig würden nämlich Unternehmensgewinne die Aktienkurse bestimmen. Die Analysten der Bank haben die Kursentwicklung des amerikanischen Index S&P 500 mit der Entwicklung der Nachsteuergewinne verglichen. Demnach sind die Unternehmensgewinne seit 1946 um durchschnittlich 7,53 Prozent pro Jahr angestiegen. Die im S&P 500 abgebildeten Aktien haben im gleichen Zeitraum Kursgewinne in Höhe von durchschnittlich 7,44 Prozent pro Jahr erzielt. „Ein schöner Gleichlauf über immerhin mehr als sieben Dekaden“, heißt es in dem Bericht. Und so soll es nach Ansicht der Experten auch künftig bleiben, selbstverständlich mit Abstrichen und den für den Aktienmarkt typischen Schwankungen. In der vergangenen Woche hat der deutsche Leitindex Dax ein knappes halbes Prozent zugelegt, obwohl Trump nach der Verhängung von Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium angeblich nun auch Zusatz-Abgaben auf chinesische Waren plant. Seine Zugewinne verdankte der deutsche Leitindex unter anderem starken Geschäftszahlen der Unternehmen, insofern stimmt die Analyse der Deutschen Bank. Auf Unternehmensseite ist allerdings die Berichtsaison für 2017 fast vorbei, nur noch einige Nachzügler wie BMW (Mittwoch) und HeidelbergCement (Donnerstag) legen ihre Zahlen vor. Bei der Geldpolitik, die die Anlageentscheidungen mit bestimmt, werden die Anleger vor allem auf die erste Sitzung des neuen Präsidenten der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, am Mittwoch achten. Die Anhebung des Schlüsselsatzes um einen Viertelprozentpunkt gilt als sicher. Wichtiger seien daher Äußerungen zur Entwicklung von Konjunktur und Inflation, betont die Commerzbank. Neben der Fed berät auch die Bank von England (BoE) am Donnerstag über ihre Geldpolitik. Parallel dazu beraten die Staats- und Regierungschefs der EU am Donnerstag und Freitag über die künftigen Beziehungen zu Großbritannien.

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