Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Pfälzer Wirtschaft erwartet Normalisierung überwiegend erst 2021

Eine Umfrage der IHK Pfalz, hier das Dienstleistungszentrum in Ludwigshafen, unter hiesigen Unternehmen zeigt auch Lichtblicke.
Eine Umfrage der IHK Pfalz, hier das Dienstleistungszentrum in Ludwigshafen, unter hiesigen Unternehmen zeigt auch Lichtblicke.

Pfälzer Unternehmen rechnen inzwischen mehrheitlich damit, dass sich ihr Geschäft erst im nächsten Jahr wieder normalisiert. Anfang Mai waren sie noch deutlich optimistischer. Aber es gibt auch Lichtblicke.

Vor rund einem Monat waren noch doppelt so viele Unternehmen wie derzeit davon überzeugt, dass es zu einer schnellen Rückkehr zur geschäftlichen Normalität noch in diesem Jahr kommt. Aktuell glauben daran nur noch 16 (Vorumfrage Mai: 31) Prozent. Diese Ergebnisse einer Blitzumfrage in der vergangenen Woche unter 1200 hiesigen Unternehmen legte die Industrie- und Handelskammer (IHK) für die Pfalz am Dienstag vor. 40 (zuvor: 26) Prozent der Unternehmen rechnen demnach mittlerweile erst im kommenden Jahr mit normalen Verhältnissen, und 13 (9) Prozent meinen sogar, dass das erst ab 2022 der Fall ist.

Ein Hoffnungsschimmer: Die Befürchtungen für den Umsatzrückgang fallen nicht mehr ganz so drastisch aus wie im Mai. 37 (33) Prozent der Betriebe erwartet im Verlauf dieses Jahres einen Umsatzrückgang um bis zu 25 Prozent. 23 Prozent (27 Prozent) der Betriebe befürchten ein Minus von 25 bis 50 Prozent. 16 Prozent (18 Prozent) gehen von einem Umsatzeinbruch von mehr als 50 Prozent aus. Dagegen geben zugleich 18 (16) Prozent an, bereits wieder mindestens so wie vor der Krise ausgelastet zu sein. Der Anteil der Unternehmen, der einen kompletten oder weitgehenden Stillstand der Geschäfte beklagt, halbierte sich durch die Lockerungsmaßnahmen von 26 Prozent auf 13 Prozent.

Dagegen steigt die Anzahl der Unternehmen rasch an, die Schwierigkeiten mit ihren flüssigen Geldmitteln haben. Der Teil der Unternehmen, der über Liquiditätsengpässe klagt, kletterte deutlich um 15 Prozentpunkte auf jetzt 36 Prozent.

55 Prozent der Unternehmen versuchen, mit Kurzarbeitergeld gegen die Krise anzusteuern. 30 (zuvor: 37) Prozent planen einen Personalabbau in den kommenden zwölf Monaten. Immerhin denkt wieder ein Unternehmen von zehn über Neueinstellungen nach. Im Mai taten das nur 3 Prozent der Betriebe. Unverändert sechs von zehn Unternehmen wollen ihren derzeitigen Beschäftigungsstand halten.

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