Auto-Test
Opel Astra Sports Tourer: Gut bestückt
Gerade bei Kombis lohnt sich ein genauer Blick auf die Transportfähigkeiten. Das ist beim Astra auch nicht nötig: Sein maximaler Stauraum dachhoch bei umgeklappten Rücksitzlehnen beträgt 1634 Liter, was gerade mal acht Liter weniger sind als beim VW Golf Variant. Unter die Kofferraumabdeckung passen 597 Liter. Vorbildlich ist ebenfalls die niedrige Ladekante in 60 Zentimeter Höhe. Schade nur, dass es verlängert bloß zu einem fast ebenen Ladeboden reicht. Gut ist aber, dass er in zwei Höhen sowie einem 45-Grad-Winkel befestigt werden kann.
Wie fühlt man sich in dem Auto?
Im Cockpit geht’s hoch vernetzt und gleichzeitig „vernünftig digital“ zu. Das heißt, es gibt für den Schnellzugriff auf gängige Funktionen auch noch Schalter und Drehregler. Beim vorderen Gestühl hält der Rüsselsheimer sein hohes Niveau mit zertifizierten Aktion-Gesunder-Rücken-Sitzen. In der zweiten Reihe herrscht die klassenübliche Freiheit.
Welchen Antrieb hat das Auto?
Wir fuhren den 1,2-Liter-Astra ST in der stärkeren Benziner-Version mit 130 PS/96 kW. Man muss sich schon ein wenig an die im Hintergrund dezent schnarrenden drei Zylinder gewöhnen. In jedem Fall passt zum Kombi die von uns gewählte Achtstufen-Automatik, die ihren Dienst in den drei Fahrprogrammen Normal, Eco und Sport sehr zuverlässig verrichtete. Tatsächlich nutzten wir das unterschiedliche Gaspedal-Ansprechverhalten bei Überland-Touren, wohingegen die Schaltwippen nahezu unberührt blieben.
Was bietet das Auto?
Opel sei Dank gibt’s schon in der 110 PS/81 kW leistenden 1,2-Liter-Basisversion namens Enjoy ab 26.810 Euro Parkpiepser; selbige sind wichtig, da die Sicht nach schräg hinten wegen der breiten C-Säule und einem ziemlich zusammengestauchten Heckfensterausschnitt eingeschränkt ist. Ab der nächsthöheren GS-Ausstattung hilft eine 360-Grad-Rückfahrkamera. Bei den Assistenzsystemen kann man sich abhängig vom Geldbeutel jenseits der bereits gut bestückten Serienumfänge reichhaltig bedienen.
Die GS-Ausführung samt Achtstufen-Automatik und 130 PS/96 kW beginnt bei 35.630 Euro. Hierin sind unter anderem enthalten: Sicherheitstrennnetz, Frontkollisionswarner mit automatischer Gefahrenbremsung, Fußgängererkennung, Spurhalte- und Verkehrsschild-Assistent, automatischer Geschwindigkeits-Assistent, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, schlüsselloses Schließ- und Startsystem sowie Multimedia-Infotainment mit Zehn-Zoll-Touchscreen. Übrigens gibt’s den Astra ST auch als Diesel ab 33.860 Euro und als Plug-in-Hybrid ab 42.480 Euro.
Wozu eignet es sich besonders?
Wir konnten uns einmal mehr von der gewohnten Reise- und Transporttauglichkeit des Astra ST überzeugen. Manchmal kam uns die Fahrwerksabstimmung im Stadtverkehr einen Tick zu straff vor.
PLUS UND MINUS
Kombi mit vorbildlichem Laderaum, guter Kompromiss im Cockpit aus digital und analog, ordentliche Antriebsauswahl. – Rückfahrkamera wegen eingeschränkter Sicht notwendig, etwas straff abgestimmtes Fahrwerk.
Autogramm
Opel Astra Sports Tourer 1.2 Turbo Automatik GS, Typ: Kombi; Preis: 35.630 Euro; Länge: 4,64 m; Breite: 1,86 m; Höhe: 1,44 m; Leergewicht: 1371 kg; Zuladung: 509 kg; Tankinhalt: 52 Liter; Kofferraum: 597 Liter; Sitze: fünf; Motor: Otto-Dreizylinder; Hubraum: 1199 ccm; max. Leistung: 130 PS bei 5500 U/min; max. Drehmoment: 230 Nm bei 1750 U/min; Getriebe: Achtstufen-Automatik; Spitze: 210 km/h; 0 auf 100 km/h: 9,9 Sekunden; Normverbrauch/WLTP: 6,0 Liter Benzin/100 Kilometer, CO2: 134 g/km; Testverbrauch: 6,4 Liter.