Neue Autos RHEINPFALZ Plus Artikel Mit 15 im Opel fahren

Das neue Opel-Markengesicht „Vizor“ mit LED-Scheinwerfern und -Blinkern ziert auch den Rocks-e.
Das neue Opel-Markengesicht »Vizor« mit LED-Scheinwerfern und -Blinkern ziert auch den Rocks-e.

Die zum Stellantis-Konzern gehörende Opel Automobile GmbH, die in Kaiserslautern ein Zulieferwerk mit rund 1500 Beschäftigten unterhält, sorgt einmal mehr für Aufsehen – dieses Mal für ganz besonderes: Der 2,41 Meter kurze elektrische Rocks-e soll die Lücke zwischen Motorroller und Pkw schließen und junge Leute zwischen 15 und 18 Jahren anlocken – aber nicht nur die.

Das in Marokko gebauten Leichtkraftfahrzeug, das es in ähnlicher Form von der Konzernschwester Citroën gibt, firmiert als Batterie-elektrischer emissionsfreier City-Stromer. Er ist mit 12 PS Maximalleistung, bis zu 75 Kilometern Reichweite und 45 km/h Höchstgeschwindigkeit interessant zum Beispiel für jugendliche Fahranfänger, Stadtrandpendler, aber auch für Liefer- und Pflegedienste. Gefahren werden kann der Rocks-e nach Opel-Angaben bereits von 15-Jährigen mit der Führerscheinklasse AM1.

Strategie/Sicherheit

Damit weitet die Marke Opel, die ab 2028 vollelektrisch sein will, ihr Portfolio in Sachen individueller Mobilität geschickt aus. Denn der Rocks-e kann als Alternative zu Bus und Bahn punkten. Raffinierterweise wollen die Opel-Marketingstrategen eine Finanzierungsrate auf dem Niveau einen ÖPNV-Monatstickets anbieten. Hinzu kommt: Etliche Eltern dürften ihre Töchter und Söhne gerade bei Dunkelheit lieber mit einem Kleinfahrzeug mit Dach über dem Kopf und geschlossner Fahrgastzelle unterwegs sehen, als mit einem (motorisierten) Zweirad.

Preise

Der Rocks-e ist ab 7990 Euro online bestellbar. Die aufgewerteten Versionen Klub und TeKno kosten je 8790 Euro. Opel nennt den stylishen Kleinen (1,39 Meter breit, 1,52 Meter hoch) SUM. Dies ist die Abkürzung für Sustainable Urban Mobility = nachhaltige urbane Mobilität). Apropos Stadt: Mit 7,20 Metern Wendekreis ist man auch im Großstadtgetümmel locker unterwegs. Und die Parkplatzsuche fällt deutlich leichter, wenngleich Querparken auch mit diesem SUM offiziell nicht erlaubt ist.

Fahrverhalten

Bei der Fahrvorstellung in der Main-Metropole Frankfurt machte sich unterwegs durchaus Gokart-Feeling breit. Denn der 471 Kilogramm leichte Rocks-e ist keine bequem gefederte Sänfte. Da geht es schon mal sportlich-hart und ruppig zu. Die Qualität der Straßen spürt man deutlich mit dem Popometer – aber ist das auf einem Mofa oder Motorroller anders?

Reaktionen

Die 45 km/h Höchstgeschwindigkeit mit den drei Fahrmodi Drive, Neutral und Reserve reichen im Stadtverkehr völlig aus. Unterwegs kann man mit sympathisch lächelnden Passanten rechnen, die den Kleinen, der hinten fast genauso aussieht wie vorne, sogar beklatschen. Aber man trifft mitunter auch auf schnöde, hochnäsige Autofahrerinnen und Autofahrer aus der Prahl-&-Protz-Fraktion, die sich durch den ungewöhnlichen City-Stromer gestört zu fühlen scheinen. Doch beim Beschleunigen an der Ampel werden sie vor Neid auch mal blass ...

Ladezeit

Opel gibt als Ladezeit der 5,5-kWh-Batterie an Haushaltssteckdosen 3,5 Stunden an. Originell, witzig, praktisch, so wie der ganze Wagen: Das drei Meter lange Ladekabel ist fest in der Beifahrertür, die nach vorne aufschwingt, untergebracht.

Platz

Dank der versetzt nebeneinander eingebauten Sitze ist in dem Zweisitzer ausreichend Bein- und Schulterfreiheit. Verstaumöglichkeiten gibt es ebenfalls, im Beifahrerfußraum ist der meiste Platz.

Plus und Minus

Cleveres Elektro-Leichtkraftfahrzeug mit Auto-Allüren. Ideal für die Stadt. Überlegenswerte Anschaffung für Jugendliche. – Eingeschränkter Komfort. Geringe Materialqualität.

Radzierkappen im X-Design sowie zusätzliche Akzente durch Zierstreifen und farbige Designelemente bieten die Varianten TeKno und
Radzierkappen im X-Design sowie zusätzliche Akzente durch Zierstreifen und farbige Designelemente bieten die Varianten TeKno und Klub.
Der Smartphone-Halter ist ein wichtiger Bestandteil des Cockpits.
Der Smartphone-Halter ist ein wichtiger Bestandteil des Cockpits.
Platz für Gepäck und Utensilien ist vor allem im Beifahrerfußraum.
Platz für Gepäck und Utensilien ist vor allem im Beifahrerfußraum.
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