Unternehmen RHEINPFALZ Plus Artikel Milliarden-Standort: BASF fertigt in Zhanjiang erste Produkte

Die ersten Anlagen laufen am 8,7 Milliarden Euro teuren BASF-Standort in Südchina.
Die ersten Anlagen laufen am 8,7 Milliarden Euro teuren BASF-Standort in Südchina.

Der Chemiekonzern BASF mit Hauptsitz in Ludwigshafen hat mit der Herstellung der ersten Produkte an seinem neuen Verbundstandort in Zhanjiang in Südchina begonnen.

Die BASF bezeichnete das am Mittwoch als „Meilenstein für das bisher größte Einzelinvestitionsprojekt des Unternehmens“. Bei einer Veranstaltung mit Kunden und Partnern des Unternehmens sagte der BASF-Vorstandsvorsitzende Markus Kamieth, der „außergewöhnliche Fortschritt an unserem Verbundstandort Zhanjiang unterstreicht unsere Local-for-local-Produktionsstrategie, die wir weltweit verfolgen“.

Mit dem neuen Standort soll vor allem die weiterhin erwartete große Nachfrage auf dem chinesischen Chemiemarkt bedient werden. Dort hat die BASF zuletzt Marktanteile gewonnen. „Mittel- bis langfristig wird der Standort Zhanjiang eine entscheidende Rolle dabei spielen, die Core Businesses (Kerngeschäfte, d. Red.) der BASF zu stärken und nachhaltiges Wachstum in wichtigen Märkten voranzutreiben“, sagte Kamieth.

Mehrere Anlagen am neuen Standort in Betrieb

Mit mehreren jetzt in Betrieb befindlichen Anlagen für Basischemikalien könne die BASF durch die neuen Kapazitäten die „schnell wachsende Nachfrage in China und der gesamten Region Asien-Pazifik besser bedienen und Kunden aus verschiedenen Branchen versorgen“, teilte der Ludwigshafener Chemiekonzern mit. Man stärke damit die Präsenz in Asien und begleite „unsere Kunden auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit“, sagte BASF-Technikvorstand Stephan Kothrade, der bei dem weltweit agierenden Chemiekonzern für die Region Asien-Pazifik verantwortlich ist.

Kothrade hob das „langfristige Engagement“ der BASF hervor. Man investiere „dort, wo unsere Kunden sind, und wachsen gemeinsam mit der Region“. Der Verbundstandort Zhanjiang verfüge über „modernste Technologien und höchste Sicherheitsstandards“. So wolle man Chemieprodukte mit kleinerem CO2-Fußabdruck liefern. Die Herstellung erster Güter aus dem Kern des Verbunds bilde eine solide Grundlage für die Inbetriebnahme des gesamten Standorts ab Ende 2025, sagte Haryono Lim, BASF-President Mega Projects Asia.

8,7 Milliarden Euro investiert

Wie 2018 angekündigt, werde der Verbundstandort Zhanjiang unter alleiniger Verantwortung der BASF betrieben, so das Dax-Unternehmen. 2020 hat die BASF mit dem Bau der ersten Anlagen begonnen. 2022 traf der Konzern die Investitionsentscheidung für die Hauptbauphase. Man liege im Zeitplan und mit Investitionen von rund 8,7 Milliarden Euro unter Budget. Ursprünglich war von 10 Milliarden Euro Investitionssumme ausgegangen worden.

Immer wieder Kritik

Die BASF ist wie viele andere deutsche Unternehmen wegen ihres starken Engagements in China auch immer wieder kritisiert worden.

„Mit modernsten Technologien und höchsten Sicherheitsstandards ist unser Verbundstandort Zhanjiang strategisch positioniert, um hochwertige Chemieprodukte mit geringerem CO2-Fußabdruck für die schnell wachsenden Märkte zu liefern. Die erfolgreiche Herstellung erster Produkte aus dem Kern des Verbunds bildet eine solide Grundlage für die Inbetriebnahme des gesamten Standorts ab Ende 2025,“ sagte Haryono Lim, BASF-President Mega Projects Asia.

Wie im Juli 2018 angekündigt, wird der BASF-Verbundstandort Zhanjiang unter alleiniger Verantwortung der BASF betrieben. Die BASF hat 2020 mit dem Bau der ersten Anlagen begonnen. Im Juli 2022 traf BASF die finale Investitionsentscheidung für die Hauptbauphase, die den Kern des Verbunds umfasst – darunter einen Steamcracker mit einer Kapazität von 1 Million Tonnen Ethylen pro Jahr und mehrere Downstream-Anlagen zur Produktion von Petrochemikalien, Zwischenprodukten und anderen Produkten.

Die Errichtung des Standorts liegt, wie beim Capital Market Update der BASF im Oktober 2025 mitgeteilt, im Zeitplan und mit Gesamtinvestitionen von rund 8,7 Milliarden Euro unter Budget. Ursprünglich war von 10 Milliarden Euro Investitionssumme ausgegangen worden.

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