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Microlino: Mischung aus Motorrad und Auto
Der gleichnamige vierrädrige Microlino, in den zwei Insassen und etwas Gepäck passen, sieht putzig aus und ist für Kurzstrecken und den Stadtverkehr gar nicht schlecht. Er wird in Italien gebaut. Durch die Fronttür ähnelt er der legendären Isetta sehr. Die war aber mit einem 12-PS-Verbrennungsmotor ausgerüstet und hatte nach heutigen Maßstäben wenig Technik und wenig Microcar-Annehmlichkeiten an Bord. In Deutschland versucht die Astara Mobility GmbH mit Sitz in Köln, den kleinen Stromer, der wie eine Mischung aus Motorrad und Auto wirkt, bekannt zu machen und erfolgreich zu vermarkten.
230 Kilometer Reichweite
Der Microlino hat knapp 17 PS, schafft bis zu 90 km/h Höchstgeschwindigkeit und verfügt nach Herstellerangaben mit der 14-kWh-Batterie über eine maximale Reichweite von 230 Kilometern. Die Ladezeit an einer Haushaltssteckdose wird mit vier Stunden angegeben.
Gerade einmal rund 500 Kilogramm wiegt der Kleine. Seine Maße: 2,52 Meter lang, 1,47 Meter breit, 1,60 Meter hoch. Ja, da kommt man in fast jede Parklücke und kann auch quer parken, soweit dies zulässig ist.
Den Einstieg üben
Der Einstieg durch die Fronttür will freilich geübt werden. Am besten, man stellt sich mit beiden Beinen aufrecht in den vorderen Bereich, dreht sich dann um und lässt sich mit dem Innentürgriff in der Hand auf den Sitz sinken. Natürlich geht das Fahren dann etwas holprig vonstatten – der Microlino ist keine Komfortsänfte, sondern ein durchaus nützliches, recht kerniges Spaßauto für alle möglichen Altersgruppen.
Bewundernde, staunende Blicke und wohlwollendes Lächeln begleiten einen unterwegs, wie sich bei ersten Testfahrten zeigte. Gibt man beim Umspringen der Ampel auf Grün ordentlich „Gas“, lässt man so manchen potenten Verbrenner hinter sich, denn das Elektrofahrzeug schafft dank 89 Newtonmeter Drehmoment den Spurt von 0 auf 50 km/h in rund fünf Sekunden. Und das ohne Abgase.
Auch ein E-Dreirad
Der Microlino ist mit verschiedenen Batterie-Kapazitäten und in mehreren Ausstattungsvarianten erhältlich. Er kostet in der Grundversion ab 21.190 Euro.
Hinter der Schweizer Microlino AG stecken Wim Ouboter, der schon mal „der Schweizer Elon Musk“ genannt wird, und seine Söhne Oliver und Merlin. Das Unternehmen (www.microlino-car.com/de) bietet auch ein elektrisches Dreirad namens Microletta an.