Wirtschaft Mehr Informationen in S-Bahn-Zügen

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Ludwigshafen. Heller, schneller, direkter – so informieren ab der kommenden Woche Bildschirme in den modernisierten Zügen der S-Bahn Rhein-Neckar die Fahrgäste. Rund 1,85 Millionen Euro stecken alleine in der neuen Informationstechnologie. Alles in allem werden 77 Triebwagen der Baureihe 425 bis Ende 2017 für rund 40 Millionen Euro runderneuert.

Das neue Informationszeitalter in der S-Bahn beginnt mit einem Ausfall. Ab kommendem Sonntag werden nach und nach alle Fahrzeuge der S-Bahn umgerüstet, tritt das neue Informationssystem an Stelle der bisherigen Software. „Weil beide Systeme nicht miteinander kommunizieren, gibt es nur eingeschränkte Fahrgastinformationen. Die Lokführer sind angehalten, mehr Durchsagen zu machen“, sagte Projektleiter Alexander Thiem. Die geplanten Neuerungen seien diese kurze Umstellungsphase aber wert, versicherten er und Frank Klingenhöfer, der neue Chef des für die S-Bahn Rhein-Neckar zuständigen Unternehmens DB Regio Mitte. Immerhin erhalten die Fahrgäste mit dem neuen System „Informationen in Echtzeit.“ Auf den sieben Bildschirmen in den Zügen läuft die Fahrtstrecke automatisch mit. Auch werden die Ankunftszeiten, inklusive möglicher Verspätungen, angezeigt und die Fahrgäste erhalten an Knotenpunkten auch die Abfahrtzeiten von Anschlussverbindungen. Bei Knotenpunkten, etwa den Hauptbahnhof Mannheim, umfassen diese Verbindungen auch den Fernverkehr. „Wir schließen auf und werden aktueller“, so Klingenhöfer. Das laufende Modernisierungsprogramm ist Teil des seit Dezember 2016 gültigen neuen Verkehrsvertrages für die S-Bahn Rhein-Neckar. Inzwischen sind 64 Triebwagen der Baureihe 425 mit je sieben 19-Zoll-Monitoren im Format 4:3 ausgerüstet. Weitere 13 Fahrzeuge dieser Baureihe erhalten die neue Ausstattung in den kommenden Wochen. Die Modernisierung im DB-Werk in Hagen sei sehr aufwendig. Rund sechs Wochen Arbeitszeit waren pro Fahrzeug angesetzt. „Immerhin mussten die Züge komplett neu verdrahtet und dafür entkernt werden“, berichtete Projektleiter Thiem. Alle Fahrzeuge erhielten dabei eine neue Ausstattung. Dazu gehören neue und besser lesbare LED-Anzeigen sowie komfortablere Sitze. Die bisherigen Schriftanzeigen wurden neu angebracht, jeweils in die Wagenmitten gesetzt, um möglichst von jedem Sitzplatz aus einen optimalen Blick zu ermöglichen. Neu in den Fahrzeugen ist außerdem eine Videoüberwachung. Die Aufzeichnungen werden jedoch ausschließlich abgerufen, wenn es zu Vorfällen kam. „Und sie werden auch nicht von uns, sondern ausschließlich von der Polizei ausgelesen“, versicherte Klingenhöfer. Ein anderes Vorgehen verbiete der Datenschutz. Alle für die Echtzeit-Information nötigen Umschaltungen sollten innerhalb einer Woche abgeschlossen sein und spätestens ab Samstag, 11. März, soll das System dann bei der S-Bahn Rhein-Neckar funktionieren.

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