Neue AUTOS RHEINPFALZ Plus Artikel Hyundai Bayon: Dieser oder der andere?

Mit Konstrastdach sowie Ecken und Kanten im Blechkleid: Der neue Hyundai Bayon.
Mit Konstrastdach sowie Ecken und Kanten im Blechkleid: Der neue Hyundai Bayon.

Bei der Ankündigung des Bayon kratzte sich so mancher stirnrunzelnd am Hinterkopf: Hatten die Hyundai-Händler mit dem Kona nicht bereits ein sehr erfolgreiches Fahrzeug dieser Größenordnung auf dem Hof stehen? Mit dem neuen Modell schreiben die Südkoreaner einen zweiten Eintrag ins Klassenbuch der Kompakt-SUV.

Preis/Außen

Bei vergleichbaren Abmessungen kommt der Bayon mit einem Einstiegspreis von 16.790 Euro rund 3 200 Euro günstiger daher als der Kona – und soll damit wohl wirtschaftlicher denkende Kundengruppen ansprechen. Außen zwei Zentimeter kürzer und schmaler sowie mit steilerem Heck wirkt der Neue hochbeiniger und auf mehr Platz im Innenraum bedacht als sein Klassenkamerad. Dank breiter Frontschürze und seitlicher Linien, die zum ausdrucksvoll gefalteten Heck hin laufen, wirkt er dabei aber nicht kastenförmig.

Ausstattung/Antrieb

Bereits die Grundausstattung bietet Klimaanlage und Bluetooth-Kompatibilität sowie Spurhalte-, Notbrems-, und Fernlichtassistent. In den teureren Ausführungen kommen stufenweise ein beheizbares Leder-Multifunktionslenkrad, rundum LED, USB, Einparkhilfen und Rückfahrkamera, digitalisiertes Cockpit, adaptive Geschwindigkeitsregelanlage und schlüsselloses Zugangssystem zum Einsatz.

Die mit dem Hyundai i20 identische Palette an Benzinmotoren endet dort, wo sie beim Kona beginnt. Für den Einstieg gibt es einen 1,2-Liter-Vierzylinder mit 84 PS/62 kW und ein Fünfgang-Schaltgetriebe. Im Übrigen besteht die Auswahl aus einem Einliter-Dreizylinder in den Leistungsstufen 74 kW/100 PS mit und ohne Mildhybridtechnologie sowie 88 kW/120 PS als Mildhybrid. Die Kraftübertragung besorgen ein Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine Siebengang-Doppelkupplung.

Innen

Auf den zweiten Blick wird erkennbar, warum der Bayon günstiger angeboten wird als der Kona. Denn unter dem Bleichkleid ist er nicht nur bei der Motorenpalette, sondern auch bei der Materialauswahl einfacher gestrickt. So warten im Innenraum mehr harter dunkler Kunststoff, kleinere Bildschirme und einfachere Bezüge.

Der Bayon-Stauraum vergrößert sich gegenüber dem Kona eher bescheiden von 374 auf 411 Liter und dachhoch als Zweisitzer von 1156 auf 1205 Liter. Bei den Mildhybrid-Ausführungen schrumpft das Gepäckabteil auf 334 beziehungsweise 1128 Liter.

Unterwegs

Beim Fahrkomfort hat der Bayon allerdings die Nase vorn. Das sanft federnde Fahrwerk ist für diese Fahrzeug- und Preisklasse bemerkenswert. Dennoch bleibt es auch bei höheren Geschwindigkeiten neutral und stabil, wobei der spritsparende Verlauf der Leistungskurven und die Abstufung der Gänge kaum zu flotterem Fahren einladen.

Plus und Minus

Niedriger Einstiegspreis; gutes Raumangebot; zeitgemäßes Infotainment – viel Kunststoffflächen im Innern; keine Vollhybrid- oder Elektroversion.

Autogramm

Hyundai Bayon 1.2 Pure

Typ: Kompakt-SUV; Preis: 16 790 Euro; Länge: 4,18 Meter; Breite: 1,78 Meter; Höhe: 1,50 Meter; Radstand: 2,58 Meter; Leergewicht: 1045 Kilogramm; Zuladung: 535 Kilogramm; Kofferraum: 411–1205 Liter; Sitze: fünf; Tankinhalt: 40 Liter; Motor: Vierzylinder-Otto; Hubraum: 1197 Kubikzentimeter; Leistung: 84 PS/62 kW bei 6000 U/min; Drehmoment: 118 Nm bei 4200 U/min; Getriebe: Fünfgang-Schaltung; Spitze: 165 km/h; 0 auf 100 km/h: 13,5 Sekunden; Normverbrauch (WLTP): 5,7 Liter Benzin; CO2-Ausstoß (WLTP): 129 g/km.

Die Heckleuchten erinnern an einen Bumerang.
Die Heckleuchten erinnern an einen Bumerang.
Viel Kunststoff und kleinere Bildschirme im Cockpit.
Viel Kunststoff und kleinere Bildschirme im Cockpit.
x