Weinheimer Technologiekonzern
Freudenberg: Weniger Mitarbeiter in Westpfalz
Freudenberg – über 170 Jahre alt – fertigt in Kaiserslautern unter anderem hochspezialisierte medizintechnische Komponenten, ferner Spinnvliesstoffe für die Automobil-, Bau-, und Teppichindustrie sowie für Filteranwendungen. Eine weitere Geschäftsgruppe stellt Autoinnenraumfilter und Motorzuluftfilter her.
Global viel mehr Beschäftigte
Während es in der Westpfalz in Sachen Beschäftigung bergab ging (die Geschäftsleitung gab dafür keine Begründung), stellte Freudenberg im vergangenen Jahr weltweit rund 6800 Beschäftigte neu ein. Rund 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind inzwischen in 60 Ländern an Bord des Unternehmens, darunter 11.918 (Vorjahr: 11.625) in Deutschland. Weltweit erlernen 482 Azubis aus 15 Ländern bei Freudenberg einen Beruf, teilte der Konzern, der bis 2045 klimaneutral werden will, am Mittwoch weiter mit.
Mehr Umsatz, mehr Gewinn
„Es war ein starkes und sehr erfolgreiches Jahr für Freudenberg. Erstmals überstieg der Umsatz die Marke von 10 Milliarden Euro“, so Freudenberg-Chef Mohsen Sohi. Mit 10.038 Millionen Euro (plus 14 Prozent) habe der Umsatz deutlich über dem des Vorjahres (8840 Millionen Euro) gelegen. Das operatives Ergebnis von 877,3 (Vorjahr: 669,9) Millionen Euro habe um 31 Prozent zugelegt.
Das Geschäft mit Batterien und Brennstoffzellensystemen wird den weiteren Angaben zufolge zum 1. April in einer eigenen Geschäftsgruppe zusammengeführt.
Viel gespendet
Um die vom Ukraine-Krieg betroffenen Menschen zu unterstützen, spendet Freudenberg nach eigenen Angaben 3 Millionen Euro als humanitäre Soforthilfe. Mitarbeitende und Gesellschafter des Unternehmens haben zudem weitere rund 560.000 Euro aufgebracht. Für Opfer der Flutkatastrophe 2021 im Ahrtal spendeten Beschäftigte und Gesellschafter rund 345.000 Euro.