Wirtschaft Firmen und Fakten: Ölkatastrophe kostet BP rund 53 Milliarden Euro

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Die Ölkatastrophe um die Bohrinsel Deepwater Horizon kommt BP immer teurer zu stehen. Weil die zuletzt geschlossenen Vergleiche mit deutlich höheren Zahlungen verbunden waren als zunächst erwartet, falle im Schlussquartal eine weitere Belastung von 1,7 Milliarden Dollar (rund 1,4 Milliarden Euro) an, teilte der Ölkonzern gestern mit. Dies treibe die bislang bekannten Kosten auf rund 65 Milliarden Dollar (etwa 53 Milliarden Euro). Allerdings müssten noch Hunderte offene Forderungen erledigt werden, sagte eine Unternehmenssprecherin. Die Explosion der Deepwater Horizon führte 2010 im Golf von Mexiko zur größten Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA. Elf Menschen kamen dabei ums Leben. Bis Ende September zahlte der britische Energiekonzern für Aufräumarbeiten und Gerichtskosten rund 63,4 Milliarden Dollar. Die nun bekanntgegebene weitere milliardenschwere Belastung resultiere aus der Beilegung von fast 400.000 Rechtsfällen, teilte BP mit. Weitere Zahlungen könnten Schätzungen zufolge nun mit 3 Milliarden Dollar zu Buche schlagen. Der Ölriese kann weiteren Kosten dennoch gelassen entgegensehen. Dank der angezogenen Ölpreise stehen BP in diesem Jahr deutlich höhere Einnahmen ins Haus. Sämtliche Plastikverpackungen in Europa sollen bis 2030 wiederverwertbar werden. Dies ist Teil einer Strategie der EU-Kommission, um Plastikabfälle zu verringern, das Recycling voranzubringen und Menschen, Meere und Umwelt besser zu schützen. „Wir müssen verhindern, dass Plastik in unser Wasser, unser Essen und sogar unsere Körper kommt“, sagte Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans in Straßburg. Europaweit fallen laut EU-Kommission jährlich 26 Millionen Tonnen Plastikmüll an. Nur knapp 30 Prozent davon werden zur Wiederverwertung gesammelt. 70 Prozent landen auf Müllkippen, in Verbrennungsanlagen oder in der Umwelt, vor allem in den Meeren. Die EU-Kommission will mit einem Maßnahmenbündel gegensteuern. So sollen neue Regeln entwickelt werden, um Plastik leichter wiederverwertbar zu machen. Europaweit sollen Kunststoffabfälle möglichst sortenrein gesammelt werden. Zudem will die Kommission noch 2018 neue Regeln zur Vermeidung von Einmalgegenständen aus Plastik vorschlagen, also zum Beispiel für Trinkhalme, Einwegbesteck oder Deckel für Kaffeebecher. Die Beimengung von Plastikpartikeln in Kosmetika und Waschmitteln soll unterbunden werden. In Häfen sollen Abfallannahmestellen für Schiffe vorgeschrieben werden. Denn 20 bis 40 Prozent der Abfälle in den Ozeanen stammten von Schiffen, so die Kommission. Fußball-Weltmeister Philipp Lahm hat die Mehrheit am Naturkosthersteller Schneekoppe übernommen. Die 1927 gegründete Firma verkauft ihre Produkte in gut 35 Ländern. Lahm ist seit einiger Zeit an dem Unternehmen beteiligt und baut sein Engagement nun durch die Übernahme der Anteile des Mitgesellschafters Gerald Wagener aus. Lahm hatte bereits in seiner aktiven Zeit als Fußballer damit begonnen, sich ein zweites Standbein als Unternehmer aufzubauen.

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