Wirtschaft Fast stündlich flott nach Frankfurt
Morgen beginnt mit dem Fahrplanwechsel das Fahrplanjahr 2019. Zentrale Neuerungen im Pfälzer Bahnangebot sind die Aufnahme des S-Bahn-Verkehrs in die BASF und die Verlängerung der Regional-Express-Linien RE 4 und RE 14 nach Frankfurt. Außerdem bekommen Kaiserslautern, Neustadt und Homburg erstmals einen direkten ICE nach Berlin.
Wichtigste Verbesserung im Pfälzer Regionalzug-Verkehr ist die Verlängerung der beiden Regional-Express-Linien RE 4 und RE 14 von Karlsruhe beziehungsweise Mannheim über den bisherigen Endbahnhof Mainz hinaus bis nach Frankfurt. Wie berichtet, bekommen dadurch Germersheim, Speyer, Schifferstadt, Ludwigshafen und Frankenthal durchgehende Züge nach Frankfurt. Im durchgehenden Takt gibt es allerdings am Nachmittag einige Lücken. Außerdem kommt in der Gegenrichtung lediglich der RE 14 nach Mannheim von Frankfurt, nicht aber der RE 4 nach Karlsruhe. Wichtigste Neuerung für die Pfalz im Fernverkehr ist der durchgehenden ICE 1515/1536 von Saarbrücken nach Berlin mit Halt in Homburg (ab 6.50 Uhr), Kaiserslautern (7.14 Uhr), Neustadt (7.40 Uhr) und Mannheim (8.02 Uhr). In der Gegenrichtung fährt der Zug ab Berlin Hauptbahnhof um 17.04 Uhr und bedient dieselben Halte wie auf der Hinfahrt. Während der neue Direkt-ICE nach Berlin für Homburg, Kaiserslautern und Neustadt eine Premiere ist, ist er für Mannheim nur einer unter vielen. Allerdings ist der Zug dank der schnellen Fahrt ab Frankfurt mit Halten nur in Erfurt und Halle etwas schneller als die ICE, die ab Mannheim abwechselnd im Zwei-Stunden-Takt entweder über Braunschweig oder über Leipzig nach Berlin fahren. Sie bedienen auf dem Abschnitt zwischen Frankfurt und Berlin deutlich mehr Zwischenhalte (siehe Grafik). Weil die DB mit steigender Nachfrage bei dem neuen Direkt-ICE von Saarbrücken nach Berlin rechnet, wird hier mit dem ICE 3 ein größeres Fahrzeug eingesetzt als bisher bei dem Zug auf der Verbindung von Frankfurt nach Berlin. Preisgünstige Tickets bekommt man am ehesten bei früher Buchung. So war beispielsweise gestern für die Fahrt von Kaiserslautern nach Berlin in dem Zug am Samstag, 18. Mai, ein Super-Sparpreis-Ticket für 29,90 Euro erhältlich. Interessant könnte auch das Super-Sparpreis-Ticket erster Klasse für 43,90 Euro sein. Der Preisunterschied relativiert sich dadurch, dass beim Erster-Klasse-Ticket die Platzreservierung inbegriffen ist. Im Zusammenhang mit der Einführung des Direkt-ICE nach Berlin entfällt allerdings das Direktzugpaar von Saarbrücken nach Dresden und zurück. Bei rund zehn Minuten früherer Abfahrt mit dem neuen ICE nach Berlin wird in Frankfurt der ICE nach Dresden erreicht, der bisher aus Saarbrücken kam. Wie berichtet, soll die Strecke zwischen dem Ludwigshafener Hauptbahnhof und der BASF mit der Aufnahme des elektrischen Betriebs ins Netz der S-Bahn Rhein-Neckar integriert werden. Ob technische Probleme, die einer Betriebsaufnahme entgegen stehen könnten, rechtzeitig gelöst werden, entscheidet sich wahrscheinlich erst heute. Vorgesehen ist, wie berichtet, zeitweise ein Taktfahrplan mit stündlichen Zügen. Im Berufsverkehr morgens und nachmittags werden teilweise in modifizierter Form Direktverbindungen nach Germersheim, Wörth, Neustadt und Kaiserslautern wieder eingeführt, die wegen der Bauarbeiten ein Jahr lang größtenteils weggefallen sind. Die meisten dieser Züge fahren künftig mit S-Bahn-Triebwagen. Mit dem Fahrplanwechsel steigen morgen die Preise im Fernverkehr der Deutschen Bahn (DB) durchschnittlich um rund 0,9 Prozent. Im Nahverkehr außerhalb der Verkehrsverbünde (beispielsweise für Fahrten von Ludwigshafen nach Mainz) steigen die Preise um durchschnittlich 1,5 Prozent. Der für die Pfalz deutlich relevantere Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN), erhöht seine Preise in noch unbekanntem Ausmaß zum Jahreswechsel.