Wirtschaft
Familienstreit: Schramm lässt Amt als VDM-Präsident ruhen
Im Streit der Unternehmerfamilie Schramm im nordpfälzischen Winnweiler war Axel Schramm Anfang März aus seinem Amt als Geschäftsführer des Luxusbetten-Herstellers Schramm Werkstätten GmbH entfernt worden. Nun lässt er sein Amt als Präsident des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM) ruhen.
Das teilte Schramm am Dienstag mit. Er sei „persönlich derzeit stark gebunden aufgrund der unternehmerischen Auseinandersetzungen bei der Schramm Werkstätten GmbH“. Er erkenne, schreibt Schramm (63), dass es in seiner derzeitigen Situation nicht in dem notwendigen Maße möglich sei, dem VDM weiterhin mit aller Kraft zur Verfügung zu stehen. Daher lasse er sein Amt als Verbandspräsident ruhen. Verbandsvizepräsident Michael Stiehl werde ihn bis zur turnusgemäßen Neuwahl in diesem Jahr vertreten. Axel Schramm war seit 2014 Präsident des VDM.
Unzufriedenheit mit Führungsstil
Am 5. März hatte Miteigentümerin Susanne Schramm die Arbeit als Geschäftsführerin übernommen. Zuvor hatte sie sich mit einer einstweiligen Verfügung des Landgerichts Kaiserslautern Zugang zu den Geschäftsräumen des Unternehmens verschaffen müssen.
Susanne Schramm, 54, hat inzwischen mit Bernd Schellenberg ab 1. April einen familienfremden Geschäftsführer für das Unternehmen gewonnen, mit dem sie gemeinsam Schramm Werkstätten leiten und die führende Marktposition des Luxusbetten-Herstellers ausbauen will. Hintergrund der Ablösung Axel Schramms ist dem Vernehmen nach die Unzufriedenheit von Familiengesellschaftern mit dessen Führungsstil. Axel Schramm hatte den Luxusbetten-Hersteller seit 1998 geführt.