Frankfurter Börsen-Info RHEINPFALZ Plus Artikel Die Jahresendrallye fällt wohl aus

Der Dax fiel nach dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) erstmals seit fünf Wochen unter die Marke von 14.000 Zähl
Der Dax fiel nach dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) erstmals seit fünf Wochen unter die Marke von 14.000 Zählern.

Dem Deutschen Aktienindex (Dax) ist nach zweieinhalb Monaten Aufholjagd offenbar die Puste ausgegangen. Das liegt am Kurs großer Notenbanken.

Zack! Das hat gesessen. Die Notenbanken haben der Party an den Aktienmärkten, die Anfang letzter Woche den Rückgang der Inflation in den USA feierten, ein jähes Ende bereitet. Der Dax fiel nach dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) erstmals seit fünf Wochen unter die Marke von 14.000 Zählern. Der amerikanische Leitindex S&P 500 verlor auf Wochensicht 2 Prozent, weil auch die US-Notenbank klarmachte: Die Zeit steigender Zinsen ist noch lange nicht vorbei.

Zunehmende Konkurrenz

Angesichts der auch in den Vereinigten Staaten noch immer sehr hohen Inflationsrate ist die Entschlossenheit der Notenbanken zu begrüßen. Dass sie die Aktienmärkte verschreckte, ist aber kein Wunder: Mit steigenden Leitzinsen wächst die Attraktivität von Zinsprodukten wie Anleihen oder Bankeinlagen. Sie machen Aktien damit zunehmend Konkurrenz.

Hinzu kommen die Risiken für die Konjunktur. Zwar erwarten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute für Deutschland nur eine milde Rezession. Doch sie wird die Umsätze und Gewinne vieler Unternehmen schmälern, auch der börsennotierten, „weshalb sich nach der Erholungsrallye der vergangenen Monate an den Aktienmärkten nun mehr und mehr Tristesse breitmacht“, kommentiert Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).

Nach einer vorweihnachtlichen Bescherung an der Börse sieht es deshalb nicht aus. Die Hoffnung auf eine Jahresendrallye müssen Anleger wohl begraben.

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