Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel China stärkt seinen Binnenmarkt

In Wuhan brach vor knapp zwei Jahren die Corona-Pandemie aus. China verfolgt nun eine rigorose Zero-Covid-Strategie.
In Wuhan brach vor knapp zwei Jahren die Corona-Pandemie aus. China verfolgt nun eine rigorose Zero-Covid-Strategie.

Derzeit ist es für Ausländer sehr schwierig, nach China zu reisen. Das deutet aber nicht darauf hin, dass das Land sich abschotten will.

Trotz der im Grunde kaum aufzuhaltenden hochansteckenden Delta-Variante, trotz vorhandener Impfstoffe – zwei Jahre nach Ausbruch von Corona in Wuhan hält Chinas Führung an ihrer Zero-Covid-Strategie fest.

Sie geht dabei nicht nur äußerst rigide gegen jeden einzelnen auftretenden Corona-Fall vor. Das Land schottet sich auch nach außen hin ab. Ausländer können so gut wie gar nicht mehr einreisen – und wenn, dann nur unter strengen Quarantänebestimmungen. Nicht mal die anstehenden Olympischen Winterspiele werden daran etwas ändern.

Prompt entsteht der Eindruck: Es geht der kommunistischen Führung gar nicht nur um die Pandemie-Bekämpfung. Vielmehr scheint sie Corona zu nutzen, um ausländische Unternehmer aus dem Land zu halten. Nach dem Motto: Jahrzehntelang habt Ihr mit eurer Expertise zum Aufbau des Landes beigetragen. Jetzt können wir alles selbst. Wir brauchen euch nicht mehr.

Doch das ist ein Missverständnis. China will zwar seine bislang exportgetriebene Industrie umlenken und seinen Binnenmarkt stärken. Es geht der Führung vor allem darum, insbesondere von den Vereinigten Staaten technologisch weniger abhängig zu sein. Doch abschotten will sich China nicht.

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