Wirtschaft Bei ICE-Trip nach Paris ist Tempo angesagt
Ludwigshafen. Frühling und Frühsommer sind besonders beliebte Zeiten für eine Reise nach Paris. Für die Hochgeschwindigkeitszüge, die von Mannheim, Kaiserslautern, Saarbrücken und Karlsruhe in die französische Hauptstadt fahren, empfiehlt sich gerade dann eine frühzeitige Ticket-Buchung, die bis zu vier Monate im Voraus möglich ist. Es gibt dabei weiterhin eine Ermäßigung für Bahncard-Besitzer – allerdings haben sich die Konditionen in einigen Fällen geändert – und zwar eher zum Nachteil der Kunden.
Die Hochgeschwindigkeitszüge auf den Linien von Frankfurt und Stuttgart nach Paris sind im grenzüberschreitenden Verkehr reservierungspflichtig. Dennoch gibt es auch hier Tickets zum Flexpreis und – oft deutlich billigere – Sparpreis-Tickets, die an einen Zug gebunden sind. Mit einem Flexpreis-Ticket kann man, anders als im deutschen Binnenverkehr, wegen der Reservierungspflicht zwar nicht einfach in jeden Zug einsteigen, aber immerhin lässt sich die Reservierung kostenlos umbuchen. Wegen der – im Vergleich beispielsweise zur im Stundentakt bedienten Linie von Mannheim nach Berlin – geringeren Anzahl der Züge, liegt es bei einer Paris-Reise näher, ein an einen Zug gebundenes Sparpreis-Ticket zu buchen, das im günstigsten Fall ab Kaiserslautern und Saarbrücken 29 Euro, ab Mannheim 39 Euro kostet. Diese günstigsten Tickets sind allerdings gerade zu den beliebten Paris-Reisezeiten wie den verlängerten Wochenenden im Frühjahr meist schnell ausgebucht. Die lange Zeit gültigen Regeln für die Bahncard-Ermäßigung bei Sparpreis-Reisen nach Paris haben sich geändert. 25 Prozent Rabatt mit der Bahncard 25 gibt es nun nur noch auf dem deutschen Streckenabschnitt, dafür allerdings nicht erst ab einem Preis von 59 Euro. Die Ermäßigungseffekte, die sich ergeben sind teilweise minimal. Beim günstigsten Ticket für 29 Euro bekommt man mit der Bahncard 25 bei der Fahrt ab Saarbrücken nach Paris einen Rabatt von sage und schreibe 10 Cent, bei der Fahrt ab Kaiserslautern sind es 1,10 Euro. Für den günstigsten Sparpreis an Mannheim (39 Euro) zahlt man mit der Bahncard 25 bei Fahrt über Kaiserslautern 36,60 Euro, bei Fahrt über Straßburg 36,85 Euro. Anders als bei DB-Fernzugreisen im Binnenverkehr gibt es bei Sparpreis-Reisen nach Paris weiterhin keinen Rabatt mit der Bahncard 50. Deutlich wertvoller ist der Besitz einer Bahncard, wenn man mit einem Flexpreis-Ticket reist. Das kann zum Beispiel dann sinnvoll sein, wenn man noch nicht sicher weiß, wie lange man in Paris bleibt oder wenn man sich erst so spät zu einer Reise entschließt, dass schon alle günstigen Sparpreis-Tickets ausverkauft sind. Bei den Flexpreis-Tickets gilt nach wie vor, dass man mit der Bahncard 25 einen Rabatt von 25 Prozent für die komplette Strecke bekommt und mit der Bahncard 50 auf der deutschen Strecke 50 Prozent Rabatt und auf der französischen 25 Prozent. Der Preis für ein Flexpreis-Ticket von Kaiserslautern nach Paris beträgt 99 Euro, mit der Bahncard 25 kostet es 74,20 Euro, mit der Bahncard 50 reduziert sich der Preis auf 70,55 Euro. Ab Mannheim kostet das Flexpreis-Ticket 115 Euro, die ermäßigten Preise mit Bahncard 25 und Bahncard 50 betragen 86,25 Euro beziehungsweise 79,20 Euro. Die genannten Preise gelten für die Fahrkarten, die die Deutsche Bahn (DB) verkauft. Daneben gibt es in den gleichen Zügen (und unabhängig davon, ob es sich um einen TGV oder ICE handelt) auch Tickets der französischen Staatsbahn SNCF, die in manchen Fällen billiger sein können als die der DB. Allerdings ist die Preissystematik der SNCF eher noch schwerer zu durchschauen als die der DB. Der derzeit gültige Jahresfahrplan 2017 hat mit der vollständigen Inbetriebnahme des zweiten Abschnitts der französischen Ost-Schnellbahn (LGV Est) zwischen Baudrecourt in Lothringen und Vendenheim bei Straßburg nicht nur kürzere Fahrzeiten bei einigen Zügen gebracht, sondern auch Änderungen bei den Verkehrstagen der Züge. Der ICE um 10.22 Uhr ab Kaiserslautern nach Paris fährt nur noch montags bis freitags, weil der Zug in dieser Zeitlage ab Mannheim nun samstags und sonntags den schnelleren Weg über Straßburg nimmt. Dafür fährt samstags und sonntags nun ein Zug ab Mannheim um 11.42 Uhr und ab Kaiserslautern um 12.24 Uhr nach Paris. Sonntags ist dies der erste Zug von Kaiserslautern nach Paris, samstags gibt es noch einen Zug um 8.22 Uhr ab Kaiserslautern. Nils fragt