Energie RHEINPFALZ Plus Artikel BASF verkauft Anteil an Offshore-Windpark an Allianz

Die BASF will bis 2050 klimaneutral werden. Um dieses Ziel zu erreichen braucht der Chemiekonzern – im Bild eine Anlage im Stamm
Die BASF will bis 2050 klimaneutral werden. Um dieses Ziel zu erreichen braucht der Chemiekonzern – im Bild eine Anlage im Stammwerk in Ludwigshafen – künftig gewaltige Strommengen aus erneuerbaren Energien.

Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF verringert wie angekündigt seine Beteiligung am Offshore-Windpark Hollandse Kust Zuid (HKZ). Neu in das Projekt steigt nun der Versicherungskonzern Allianz ein.

Die BASF verkauft nach eigenen Angaben 25,2 Prozent des Windparks HKZ an Allianz Capital Partners, eine Investmentgesellschaft des Allianz-Konzerns. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Der Ludwigshafener Chemiekonzern hatte erst am 1. September 2021 vom schwedischen Energiekonzern Vattenfall 49,5 Prozent an HKZ erworben und damals bereits angekündigt, seine Beteiligung durch den Verkauf von Anteilen an einen Finanzinvestor reduzieren zu wollen. Der Abschluss der Transaktion mit Allianz steht noch unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen und wird für das erste Quartal 2022 erwarteten. Bei der BASF bleibt ein Anteil von 24,3 Prozent an HKZ. Die BASF hatte für den Anteil von 49,5 Prozent damals 300 Millionen Euro gezahlt, das berücksichtige den erreichten Stand des Projektes hieß es damals. Der Chemiekonzern beteiligt sich allerdings noch mit weiteren 1,3 Milliarden Euro am Bau des Windparks.

Größter Offshore-Windpark

BASF bezieht den Angaben zufolge einen Großteil des von HKZ erzeugten Stroms. Das sichert ein langfristiger Festpreis-Stromabnahmevertrag. Nach vollständiger Inbetriebnahme wird Hollandse Kust Zuid mit 140 Windturbinen und einer installierten Gesamtleistung von 1,5 Gigawatt der größte Offshore-Windpark der Welt sein. Das Projekt soll 2023 vollständig in Betrieb gehen. Die Montagearbeiten vor der Küste Hollands haben in diesem Sommer begonnen.

Der Ludwigshafener Chemiekonzern will bis 2050 klimaneutral werden. Bis 2030 sollen die CO 2 -Emissionen gegenüber 2018 um 25 Prozent sinken. Und das bei zugleich deutlich wachsender Produktion. Das Problem dabei: Chemieproduktion ist sehr energieintensiv. Der größte Teil der benötigten Energie wird heute noch aus fossilen Brennstoffen erzeugt. Will der Konzern hier CO 2 -frei werden, sind künftig gewaltige Strommengen aus erneuerbaren Energien erforderlich, verlässlich verfügbar und zu wettbewerbsfähigen Preisen.

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