BASF-Stammwerk RHEINPFALZ Plus Artikel BASF: Teilentwarnung bei Stellenabbau im Stammwerk

Im BASF-Stammwerk sank die Anzahl der Mitarbeiter im vergangenen Jahr um 420 auf 34.896.
Im BASF-Stammwerk sank die Anzahl der Mitarbeiter im vergangenen Jahr um 420 auf 34.896.

Nachdem es im Januar Hinweise auf einen verschärften Stellenabbau im Ludwigshafener BASF-Stammwerk gegeben hatte, kam am Freitag im Vorfeld der Bilanzpressekonferenz zumindest teilweise Entwarnung.

Die BASF hatte im vergangenen Jahr die Streichung von weltweit 6000 Stellen in der Unternehmensverwaltung angekündigt. Etwa 3000 davon sollten das Stammwerk mit ursprünglich 9000 Verwaltungsmitarbeitern treffen.

Jetzt ist aus dem Unternehmen zu hören, dass im Stammwerk lediglich rund 2000 Stellen in der Verwaltung gestrichen werden sollen. Ein Großteil des Abbaus in der Verwaltung sei bereits erfolgt. Da in anderen Bereichen wie Produktion, Technologie und Digitalisierung aber zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen wurden, sank die Anzahl der Mitarbeiter im vergangenen Jahr unter dem Strich um 420 auf 34.896. Im laufenden Jahr sollen im Stammwerk weitere 580 Jobs abgebaut werden.

Keine betriebsbedingten Kündigungen

Auch am Standort Ludwigshafen, dem neben dem Stammwerk weitere Gruppengesellschaften in der Region zugerechnet werden – etwa die BASF-Lampertheim GmbH mit 850 Beschäftigten – wurde im vergangenen Jahr die Anzahl der Mitarbeiter reduziert: um 429 auf 39.527. Der Abbau läuft über die Nichtbesetzung frei werdender Stellen. Betriebsbedingte Kündigungen sind durch eine Betriebsvereinbarung ausgeschlossen.

Betriebsrat: Keine Mehrbelastung

Der Vorsitzende des BASF-Betriebsrats, Sinischa Horvat, sagte der RHEINPFALZ, es werde weiterhin in jedem Einzelfall geprüft, ob auch Arbeitsmengen wegfielen, wenn Personal abgebaut werde, egal ob durch Abfindungsregelungen oder wegen des Nichtbesetzens frei werdender Stellen durch Renteneintritte. Das sei Aufgabe der Arbeitnehmervertretung, aber auch der Führungskräfte. Eine Mehrbelastung der Mitarbeiter dürfe es nicht geben. Wenn keine Reduzierung der Arbeitsmenge dokumentiert werde, greife der Betriebsrat ein. Dadurch sei geplanter Stellenabbau auch schon verhindert worden, sagte Horvat.

Das unter Handelsstreitereien, Strafzöllen und dem Brexit leidende weltwirtschaftliche Umfeld macht auch der BASF zu schaffen. Für 2019 hatte die BASF im Herbst einen Rückgang des operativen Gewinns vor Sondereinflüssen um bis zu 30 Prozent angekündigt. Das hat auch Folgen für die Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter.

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