Unternehmen
BASF 2025 mit schrumpfendem Umsatz und Gewinn
Von Olaf Lismann
Ludwigshafen. Die BASF lag im vergangenen Jahr mit einem Umsatz von 59,7 Milliarden Euro knapp 3 Prozent unter dem Geschäft des Vorjahres (2024: 61,4 Mrd Euro). Das geht aus vorläufigen Zahlen für das Gesamtgeschäftsjahr 2025 hervor, die die BASF am Donnerstagabend veröffentlichte. Die verkauften Produktmengen stiegen den Angaben zufolge im vergangenen Jahr zwar leicht. Dieser Entwicklung wirkten allerdings negative Währungseffekte und leicht rückläufige Verkaufspreise entgegen.
Die in den vorläufigen Angaben aufgeführten Jahreszahlen sind nicht immer mit den bislang veröffentlichten Zahlen für 2024 vergleichbar, weil die BASF teilweise das Geschäft der Coatings-Sparte herausgerechnet hat, deren Verkauf an den Finanzinvestor Carlyle voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden soll.
Mehr flüssige Geldmittel
Auch das für die BASF maßgebliche Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen und Sondereinflüssen (EbitDA vor Sondereinflüssen) blieb hinter dem Vorjahreswert zurück und liegt demnach 2025 mit 6,6 Milliarden Euro unterhalb der von BASF im Oktober 2025 prognostizierten Bandbreite von 6,7 Milliarden bis 7,1 Milliarden Euro. 2024 betrug das um Coatings bereinigte EbitDA vor Sondereinflüssen noch 7,2 Milliarden Euro. Hier drückten laut BASF insbesondere niedrigere Margen und negative Währungseffekte. Analysten hatten hier durchschnittlich einen etwas höheren Wert von 6,7 Milliarden Euro erwartet.
Der Free Cashflow des vergangenen Jahres, also die Summe der verfügbaren liquiden Geldmittel, beträgt den Angaben zufolge voraussichtlich 1,3 Milliarden Euro und liegt damit deutlich über dem Wert von 2024 (0,7 Milliarden Euro). Die BASF begründet die Entwicklung dieser für sie ebenfalls besonders wichtigen Kennzahl mit niedrigeren Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die um fast 2 Milliarden Euro niedriger ausfielen als 2024. Hier spielt der neue Verbundstandort der BASF im südchinesischen Zhanjiang eine Rolle, an dem gerade die Produktion hochgefahren wird. Die BASF hatte schon im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass die Investitionen in Zhanjiang bereits 2024 ihren Höhepunkt erreicht hatten. Und sich die dadurch erheblich geringeren Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte positiv auf den Free Cashflow auswirken würden.
Restrukturierung belastet
Das Betriebsergebnis (Ebit, Ergebnis vor Zinsen und Steuern) der BASF lag 2025 mit 1,6 Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert von 1,8 Milliarden Euro (ohne Coatings-Geschäft). Analysten hatten im Durchschnitt einen höheren Wert von 2,2 Milliarden Euro erwartet. Das Ebit sei durch deutlich höhere Restrukturierungsaufwendungen als im Vorjahr belastet gewesen, schreibt der Chemiekonzern. Mit den angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen – der Konzern will am Standort Ludwigshafen mehr als 2 Milliarden Euro einsparen – kommt BASF nach eigenen Angaben schneller voran als geplant. Gegenläufige positive Sondereinflüsse resultierten insbesondere aus der Veräußerung des Bautenanstrichmittelgeschäfts in Brasilien für 1,15 Milliarden Euro an Sherwin-Williams zum 1. Oktober 2025. In der Summe beliefen sich die Sondereinflüsse im Ebit 2025 voraussichtlich auf minus 1,3 Milliarden Euro.
Unterm Strich legte der Gewinn leicht zu. Das Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen lag 2025 bei 1,6 Milliarden Euro und damit über dem Vorjahreswert von 1,3 Milliarden Euro. Dies resultiere im Wesentlichen aus höheren Ergebnisbeiträgen der Beteiligung an Wintershall Dea. Analysten hatte im Schnitt 1,2 Milliarden Euro erwartet.
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