Rheinpfalz Zur Sache: Mit Firma SHR für Porsche durchstarten

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Die neue Firma SHR Automotive ist Nachfolgerin der Firma Horeth in Wendlingen, einem Zulieferer von Porsche, der – wie die Hermersberger Firma Seibel – Kunststoffspritzgussteile und Spritzgusswerkzeuge herstellt. Im Frühjahr 2016 ging die Firma in Insolvenz. Der Insolvenzverwalter suchte einen Käufer für Horeth, der die Produktion nach dem 1. Januar 2017 weiterführen konnte und den Ansprüchen von Porsche genügte. Nach einem langwierigen Auswahlverfahren bekamen die drei Bieter Martin Kahl aus Stuttgart, der zuvor nichts mit der Firma Horeth zu tun hatte, sowie Manfred Schuck und Mathias Seibel von der Hermersberger Firma Seibel den Zuschlag. Zur Übernahme der Produktion gründeten sie als gleichberechtigte Gesellschafter zum 1. Januar 2017 die SHR Automotive GmbH mit Sitz in Wendlingen. Die Firma Seibel musste laut Seibel lediglich eine Patronatserklärung für SHR abgeben; mit einer solchen Erklärung bestätigt ein Unternehmen, dafür zu sorgen, dass eine Tochterfirma ihre eingegangenen Kreditverpflichtungen erfüllt. Schuck, der auf eine langjährige Erfahrung bei der Firma Seibel zurückgreifen kann, übernahm die Fertigung und die Zertifizierung bei SHR. „Dort leisten jetzt 25 Mitarbeiter das, was zuvor 40 Mitarbeiter getan haben“, so Seibel. Alle derzeitigen Mitarbeiter seien von der Firma Horeth übernommen worden. Geschäftsführer der Firma SHR sind Kahl und Schuck. „Mit einem monatlichen Umsatz von 280.000 Euro liegen wir derzeit etwas besser als der Plan. Wir hoffen, dass wir bis Ende 2017 über 3,5 Millionen Jahresumsatz machen“, erklärte Seibel. Die Firma SHR sei derzeit bei Porsche im Auswahlverfahren für neue Projekte im Umsatzwert von über einer Million Euro. Hieran werde auch die Firma Seibel partizipieren, so dass es derzeit eine Win-Win-Situation für beide Firmen sei. „In absehbarer Zukunft verarbeiten wir in Hermersberg auf Spritzgussmaschinen bis 400 Tonnen Material, während wir in Wendlingen derzeit bis zu 1000 Tonnen fertigen“, so Seibel. Geplant sei für 2019, für SHR eine neue 2000-Tonnen-Spritzgussmaschine zu kaufen. Die räumlichen und technischen Voraussetzungen würden zurzeit geschaffen. Momentan hat die Firma SHR 25 Mitarbeiter. Sie werden laut Seibel vor Ort von zwei bis vier Personen starken Teams aus Hermersberg unterstützt.

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