Rheinpfalz Zur Sache: Das Konzept

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Die Jugendhilfeeinrichtungen Südwest gGmbH (JES) ist ein unabhängiger, als gemeinnützig anerkannter, freier Träger in der Jugendhilfe. Sitz der Gesellschaft, die 2001 als eigenständiger Verein die Arbeit aufnahm und seit 2009 eine gemeinnützige GmbH ist, ist Lingenfeld. 26 Einrichtungen betreibt JES in Rheinland-Pfalz und im Saarland. In der Südwestpfalz sind es aktuell sechs: jeweils eine in Rodalben, Heltersberg, Dahn und Nünschweiler sowie zwei in Contwig. 120 Mitarbeiter betreuen 90 Kinder. Der Ansatz von JES lautet, dass Kinder, die nicht in intakten Familien aufwachsen können, dies zumindest in familienähnlichen Strukturen tun sollen. Deshalb leben die Kinder mit ihren Betreuern wie in einer Familie zusammen. 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche. Voraussetzung ist, dass ein Familienmitglied Erzieher oder Sozialpädagoge ist. Das ermöglicht zwei wichtige Voraussetzungen für eine positive Entwicklung eines Kindes: konstant vorhandene Beziehungspersonen und zugleich eine fachliche Betreuung. Der Betreuungsschlüssel beträgt 2:1 – zwei Kinder, ein Betreuer. Bis zu fünf Kinder ab dem Babyalter bis zum 18. Lebensjahr werden in diesen Wohngruppen mit familienähnlichen Strukturen aufgenommen. Um den Betreuungsschlüssel einzuhalten, kommen sogenannte externe Betreuer dazu – extern, weil sie nicht 24 Stunden in der Familien-Wohngruppe leben. Die Entscheidung, welches Kind mit welchem Betreuer zusammenkommt, sei ein teils mehrere Monate in Anspruch nehmender Prozess, erläutern JES-Geschäftsführerin Marina Pfeifer und ihre Stellvertreterin Jean Sünwoldt. Das müsse von Anfang an passen. Diese Prozesse laufen in enger Abstimmung mit dem Jugendamt.

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