Rheinpfalz Zur Sache: Auch Helfer brauchen Betreuung

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Dass Themen, die sich mit der Flüchtlingsproblematik auseinandersetzen, 2016 einen Schwerpunkt bilden dürften, zeigte sich in der Veranstaltung am Dienstag bei der Vorstellung laufender 2015er-Projekte und in der folgenden Diskussionsrunde. Julia Wilhelm von der Kreisvolkshochschule (KVHS) stellte das Förderprojekt „Sozialpädagogische Unterstützung“ bei den Deutschkursen vor, die die KVHS kreisweit für Flüchtlinge anbietet. Die laufen derzeit in Contwig (15 Teilnehmer), Waldfischbach-Burgalben (14 Teilnehmer), Thaleischweiler-Fröschen (13 Teilnehmer), Lemberg (15 Teilnehmer), Rodalben (24 Teilnehmer) und Dahn (33 Teilnehmer), wobei es in Dahn mehr Teilnehmer sind, weil hier zusätzlich besondere Programme für Kinder, gerade auch im Grundschulalter, angeboten werden. Das seitens des Demokratiebündnisses geförderte Projekt „Sozialpädagogische Begleitung“ sei wichtig. „Wir sind da sicher noch nicht, wo wir gerne wären, aber dank des Förderprogrammes einige Schritte weiter, als wir ohne diese Unterstützung wären“, freute sich Wilhelm. Bei den Deutschkursen ist eine sozialpädagogische Fachbegleitung vor Ort, die Fragen der Flüchtlinge so weit möglich zu beantworten sucht. „Denn das können unsere Lehrkräfte nicht auch noch leisten, gerade auch vor dem Hintergrund nicht, dass die Teilnehmer keine homogenen Gruppen bilden“, sagte Wilhelm. Dabei habe sich herauskristallisiert, dass es die wichtigste Aufgabe für die sozialpädagogische Begleitung ist, je nach Anliegen und Problem der Flüchtlinge, diesen die richtigen Fachstellen und Ansprechpartner zu benennen. „Hier besteht eindeutig der größte Bedarf“, bilanzierte Wilhelm nach einigen Wochen, in denen das bis Dezember geplante Projekt nun gelaufen ist. Daraus entwickelte sich in der Diskussionsrunde auch ein Projektschwerpunkt, der 2016 angegangen werden könnte. Sinnvoll, da waren sich die Diskussionsteilnehmer einig, wäre es, eine fixe Anlaufstelle einzurichten, die bei auftauchenden Fragen schnell an Fachleute vermitteln kann. Sowohl bei Fragen von Flüchtlingen, als auch als Anlaufstelle für die Verbandsgemeinden oder ehrenamtliche Helfer wäre dies von Vorteil. „Da besteht enormer Bedarf“, fasste Marika Keller von der Fach- und Koordinierungsstelle zusammen. Bedarf wird zudem bei der Betreuung der ehrenamtlichen Helfer gesehen. Auch die bräuchten eine derzeit über keine Haushaltsstelle finanzierbare Begleitung, um nicht irgendwann an ihrer Arbeit zu zerbrechen. Auch in diesem Bereich sollen Fördergelder projektbezogen im kommenden Jahr zur Verfügung stehen. Und es könnte ein Projekt geben, das unter dem Überbegriff „Interkulturelle Schulung“ steht, um innerhalb der Flüchtlingsgruppen klar zu machen, dass es auch Flüchtlinge mit anderen Wertvorstellungen gibt, ihnen klar zu machen, was deutsche Wertvorstellungen sind und dass es in einer Demokratie wie Deutschland höchstes Gut ist, Wertvorstellungen anderer Menschen anzuerkennen. Dies sei eine Aufgabe, die sich aus den Erfahrungen der bisherigen Arbeit als notwendig erwiesen habe, um Konflikte zu vermeiden. Das bereits laufende Sonderprojekt „Kompass“ des Internationalen Bundes, hat diese Richtung eingeschlagen, diskutiert mit jungen Muslimen beispielsweise über das Thema „Religionsfreiheit“. (add)

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