Rheinpfalz
Zentraler Busbahnhof in Ramstein-Miesenbach wird für 1,1 Millionen Euro umgebaut
Der erste symbolische Spatenstich zur Neugestaltung des Zentralen Omnibusbahnhofs in der Bahnhofstraße in Ramstein-Miesenbach ist am Montag über die Bühne gegangen. Die Maßnahme kostet 1,1 Millionen Euro, einschließlich der dynamischen Fahrgastinformation. Sie wird mit 455.000 Euro gefördert.
Bürgermeister Ralf Hechler (CDU) stellte die Wichtigkeit dieser Einrichtung heraus. Auf der gegenüberliegenden Seite der Bahnhofstraße befinden sich Taxistände und der Bahnhof Ramstein. 2015 wurde mit der Buslinienbündelung im Landkreis Kaiserslautern ein ÖPNV-Knotenpunkt geschaffen, der auch den Umstieg „Bus zu Bus“ und „Bus zu Zug“ in diversen Richtungen sichergestellt habe. Den Knotenpunkt in Ramstein würden mittlerweile sechs Busse gleichzeitig, abgestimmt auf das Zugangebot auf der Strecke Kaiserslautern-Kusel, anfahren, berichtete Hechler.
112 Busse pro Schultag
„1984 ursprünglich als einfacher Busbahnhof mit vier Bussteigen gebaut, ist er mittlerweile weder ausreichend für das heutige ÖPNV-Aufkommen, noch aufgrund seiner baulichen Ausgestaltung geeignet, Personen mit Beeinträchtigungen einen mühelosen Zustieg in das Fahrzeug zu bieten“, so der Bürgermeister. Die Situation am Busbahnhof sei mangelhaft gewesen und musste mit Blick auf eine positive Entwicklung des ÖPNV zügig verbessert werden.
Der Busbahnhof wird von 112 Bussen pro Schultag angefahren. Die Haltestellen befanden sich auf dem bereits vorhandenen Busbahnhof und auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Zukünftig werden alle sechs Bussteige des neuen Busbahnhofs auf der Westseite der Bahnhofstraße vor dem neuen Parkplatz des Congress Center Ramstein sein. Auf der anderen Seite der Bahnhofstraße – im Bereich der früheren Haltestellen – werden Taxi-Plätze und ein Busruheplatz entstehen, erläuterte Hechler.
Barrierefreier Ausbau
Die geplanten taktilen Leitelemente wie Blindenleitstreifen und Aufmerksamkeitsfelder entsprächen den Forderungen für einen barrierefreien Haltestellenausbau. An den Querungsstellen werden die Borde abgesenkt. Das soll Rollstuhlfahrern und in der Mobilität eingeschränkten Menschen mit Gehhilfen ebenso eine sichere Bewegung im Verkehrsraum ermöglichen, wie blinden oder sehbehinderten Menschen mit Taststock. Dazu gibt es eine dynamische Fahrgastinformation sowie eine LED-Echtzeitanzeige. Im überdachten Bereich nördlich des Eingangs zum Congress Center werden eine Abstellanlage für Fahrräder und Ladestationen für Elektrofahrräder eingerichtet.