Rheinpfalz Zauberer und Rockmusik

91-85970568.jpg

30 Jahre Minitec – das muss gefeiert werden. Seit sechs Jahren schreibt das Unternehmen diese Erfolgsstory in den Werkshallen in Schönenberg-Kübelberg weiter: Am Samstag öffneten sie wieder einmal ihre Tore, und nicht nur Erwachsene, auch Kinder kamen zuhauf.

Geschäftsführer Andreas Böhnlein schien auch am Samstagnachmittag noch alle Hände voll zu tun zu haben. Selbst nach 30 Jahren, glaubt Böhnlein, würden zwar die meisten Menschen in der Region Firmengründer Bernhard Bauer kennen und ihn mit dem Unternehmen Minitec verbinden. Doch was dieses Unternehmen aus der Westpfalz produziere und in alle Welt vertreibe, sei vielen Menschen in der Region nicht bewusst. Umso mehr freute er sich über die große Resonanz beim Tag der offenen Tür, die ihn und seine Mitarbeiter überrascht habe. Diesen runden Geburtstag nutzte Minitec auch dazu, einzelnen Personen und Besuchergruppen bei einem Werksrundgang neben Fertigungsanlagen auch die Verwendung der hergestellten Produkte sowie die Geschichte des Unternehmens vorzustellen. Dieses Angebot hätten ungezählte Besucher wahrgenommen, sagte der Geschäftsführer hocherfreut, um sich anschließend weiter als Gastgeber nützlich zu machen. Überrascht waren viele Kinder, dass in den großen Lager- und Versandhallen, von wo aus heute schon wieder Minitec-Produkte in alle Welt versendet werden, die aufregende Welt des Zirkusses auf sie wartete: Zauberer, Gaukler und Jongleure von „Kokolores“, einem aus Saarbrücken stammenden Verein für Spiele und Theater, zeigten zahlreiche Tricks. Die kleine Zirkusschule gab aber auch den jungen Protagonisten ausreichend Gelegenheit, sich selbst auszuprobieren. Doch in der weiträumigen Halle entdeckten die jungen Besucher noch viel mehr, mit dem sie sich beschäftigen konnten. Treffsicherheit und Konzentration konnten beim Bogenschießen geübt werden, auf zwei riesigen Hüpfburgen konnte man sich so richtig austoben. Aber auch zur Geburtstagsfeier trugen Kinder aktiv bei. Viel Applaus gab es für die Gesangsbeiträge von Kindergruppen aus den Gemeindekindergärten der Verbandsgemeinde sowie für die Musikschule Fröhlich, die unter der Leitung von Michael Wagner musizierte. Nicht zuletzt waren diese kleinen Beiträge ein Ausdruck des Dankes an das Unternehmen und insbesondere an Sonja und Bernhard Bauer gerichtet, die mit ihrer Stiftung sowohl die musikalische Früherziehung, als auch die Jugendarbeit sowie die Arbeit der Schulen innerhalb der Verbandsgemeinde finanziell unterstützen. Die enge Verbindung des Firmengründers Bernhard Bauer zur Musik spiegelte sich in besonderer Weise im Bus des Saarländischen Rockmusikverbandes wider, der vor der Versandhalle parkte. Wie Markus Becker und Marcel Sude vom Rockmusikverband im Gespräch mit der RHEINPFALZ erklärten, handelt es sich bei dem Projekt um eine sogenannte aufsuchende Jugendarbeit. Der Bus fahre in soziale Brennpunkte und biete dort Kindern und Jugendlichen, die ansonsten wenig Berührung mit Musik haben, Workshops an. Bei einem solchen Workshop hätten sie auch Bernhard Bauer kennengelernt, der sie spontan nach Schönenberg-Kübelberg eingeladen habe, erzählte Becker. Im Bus übte derweil Aron Knab aus Börsborn auf dem Schlagzeug. Und zwar sehr talentiert, wie Markus Becker mit erhobenem Daumen dem Zwölfjährigen attestierte... |res

x