Rheinpfalz Wohnungen für junge Familien

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Speyer. Das Priesterseminar St. German in Speyer wird rund die Hälfte seiner Gesamtfläche verkaufen. Darauf sollen über 100 Wohneinheiten sowie Einzel- und Reihenhäuser entstehen. Das zweite Projekt, die Sanierung des Priesterseminars und der Kirche, sind ebenfalls vorgestellt worden.

Es hat sich einiges getan, seit das Bistum im März bekanntgegeben hat sich vom Bistumshaus St. Ludwig in der Innenstadt zu trennen, weil die Kosten für eine Sanierung mit rund 14 Millionen Euro zu hoch gewesen wären. Bistum, Stadt, Gemeinnütziges Siedlungswerk (GSW) als Projektentwickler sowie die Landesarchäologie haben die Pläne nun vorgestellt. Demnach soll das Priesterseminar St. German inklusive Kirche ab dem Frühjahr saniert und bis voraussichtlich Mitte 2016 fertiggestellt werden. Die Kosten von 9,5 Millionen Euro sollen zum Teil gegenfinanziert werden durch den Verkauf des Bistumshauses St. Ludwig und einem Teil des Geländes von St. German. Zudem wird das Stiftungsvermögen von St. Ludwig aufgelöst, wie Regens Markus Magin, der Leiter des Priesterseminars, mitteilte. Die Stiftung verfüge über Rücklagen von rund 900.000 Euro. Das Vermögen beläuft sich nach seiner Schätzung auf 25.000 Euro. Im Dezember soll der Stadtrat über den Bauentwurf für das Wohnprojekt befinden. Verkauft wird etwa die Hälfte der 46.000 Quadratmeter großen Fläche. Sie liegen zwischen der B 39 und dem Kloster Karmel. Wie Müller erläutert, sollen auf dem Gelände rund 100 Wohneinheiten sowie Reihen- und Einzelhäuser im mittleren Preissegment entstehen. Zudem ist geplant, dort entweder ein Lebensmittelgeschäft oder ein Dienstleistungsgebäude mit Bäcker und Metzger, einer Arztpraxis sowie weiteren Wohnungen und Büros einzurichten. Bevor mit dem Bau begonnen werden kann, wird das Gelände von der Landesarchäologie untersucht. Im Boden werden Gräberfelder aus dem 5. bis 7. Jahrhundert vermutet. Unabhängig davon wird das Priesterseminar saniert und erhält den Titel „Pastoralseminar für das Bistum Speyer“. Dort sollen pastorale Berufsgruppen sowie ehrenamtliche Mitarbeiter aus- und weitergebildet werden. Während der intensiven Sanierungsphase muss das Priesterseminar für ein halbes Jahr ins Herz-Jesu-Kloster nach Neustadt umziehen.

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