Rheinpfalz Wohlfühl-Atmosphäre geschaffen

Die Kombination aus viel Neuem, gepaart mit Reminiszenzen an den ursprünglichen Gebäudecharakter gibt es auch im Eingangsbereich
Die Kombination aus viel Neuem, gepaart mit Reminiszenzen an den ursprünglichen Gebäudecharakter gibt es auch im Eingangsbereich. Die Treppe ins Obergeschoss wurde saniert. Im Hintergrund ist der neue Aufzug zu sehen, der die Barrierefreiheit im kompletten Gebäude herstellt. Rechts befand sich früher das Seketariat. Der Verwaltungstrakt wurde komplett ausgelagert, machte Platz für Funktionsräume. Über den Eingängen wurde das aus den 1960er Jahren stammende Schallschutzsystem erhalten. Um das zu ermöglichen, wurde das Brandschutzkonzept angepasst.

Am 6. August ist es soweit: Dann wird in der sanierten und erweiterten Grundschule in Waldfischbach zum ersten Mal unterrichtet. Am Mittwoch machten sich die Mitglieder des Verbandsgemeinderates, des Bau- sowie des Schulträgerausschusses ein Bild von der neuen Schule, die 2,44 Millionen Euro gekostet hat.

In diesen Kosten, erläuterte Carina Klein von der Bauabteilung der Verbandsgemeinde, sind die Kosten für neues Schulmobiliar noch nicht enthalten. Da alle Klassenräume in der Schule mit modernen Smart-Boards ausgestattet werden, beschloss der VG-Rat die Anschaffung fünf dieser noch fehlenden interaktiven Tafeln, die für 23.400 Euro von der Firma Bechtle & Co, Bonn, geliefert werden. Dazu sind 100.000 Euro Kosten für die zweijährige Auslagerung des Schulbetriebs angefallen. Die Kinder aus Waldfischbach wurden während der Bauzeit in Hermersberg unterrichtet. Geschichte ist mit der Inbetriebnahme der neuen Ganztagsschule der Schulstandort Burgalben. Künftig werden alle etwa 160 Kinder aus der Doppelgemeinde sowie die Kinder aus Steinalben und Horbach, die die Schule besuchen, im neuen Schulgebäude in Waldfischbach untergebracht. „98 Prozent der Arbeiten sind erledigt“, erklärte Klein. Die reine Bauzeit betrug zwei Jahre. Am 18. Juli 2016 war mit den Arbeiten begonnen worden. Bis zum Schulstart im August – offiziell wird die Schule im September in Dienst gestellt – sind noch letzte Maler-, Verglasungs-, Metallbau- und Treppenbelagsarbeiten zu erledigen. Acht Klassenräume gibt es. Auf Wunsch der Schule wurde dabei mit einem Farbkonzept gearbeitet. Die Türen zu den Klassenräumen wurden farblich gestaltet. Es gibt einen Kunst- und Musikraum, vier Räume für die Betreuung und Förderung von Kindern, einen Mehrzweckraum sowie Sanitärräume auf allen Ebenen. Durch den Einbau eines Aufzugs ist die Schule komplett barrierefrei. Neben der Aufstockung des Gebäudes hat sich vor allem der Verwaltungstrakt, in dem Sekretariat, Büro des Schulleiters und Lehrerzimmer untergebracht sind, verändert. Um diese vier Räume mit angrenzender Lehrerküche zu erhalten, wurde der zuvor offene Gang, der Schulgebäude und Hausmeisterwohnung verband, umbaut. „Es war auch wichtig, dass wir hier nun einen ordentlichen Verwaltungstrakt bekommen haben“, sagte Verbandsbürgermeister Lothar Weber. Im Untergeschoss findet sich die neue Mensa mit Speiseausgabe und Spülküche, an die sich eine frisch gepflasterte Freifläche anschließt. Diese kann bei schönem Wetter zum Essen genutzt werden, da die Tische und Stühle in der Mensa fahrbar sind. Der Förderverein der Grundschule hat den Einbau einer Schülerküche finanziert, in der die Kinder Essen zubereiten und zum Beispiel Weihnachtsplätzchen backen können. Knapp 2000 Quadratmeter Fläche weist das Schulgebäude aus. Derzeit wird bereits das neue, chip-gestützte Schließsystem für das Gebäude programmiert. Drei Pausenhöfe mit zusammen 1300 Quadratmetern Fläche und ein angrenzender Spielplatz mit einer Fläche von 1200 Quadratmetern können die Kindern nutzen. Bei der Optik wurde versucht, Reminiszenzen an das frühere Schulgebäude zu erhalten. So wurde die frühere Außenwand des Schulgebäudes, an das angebaut wurde, teilweise als Innenwand gestaltet. Auch das Schallschutzsystem aus den 1960er Jahren sowie die Deckenkonstruktionen mit Schalung konnten als Erinnerung an den ursprünglichen baulichen Charakter der Schule bestehen bleiben. Der Einbau einer Brandmeldeanlage ermöglichte dies, erläuterte Klein. Federführend bei Bau, Umbau und Erweiterung war das Ingenieurbüro Franz & Vatter mbH aus Hermersberg. Insgesamt, mit allen Spezialaufgaben, waren sechs Ingenieurbüros, 63 Firmen und drei Hausmeister mit 49 Gewerken beschäftigt, erläuterte Carina Klein. Die Zusammenarbeit mit allen Gremien und den Firmen habe gut funktioniert, resümierte Verbandsbürgermeister Weber. Ziel sei es gewesen, den Kindern einen Ort zum Lernen zu bieten, an dem sie sich wohl fühlen, der ihnen einen optimalen Start ermöglicht. Auch den Lehrern soll ein gutes Arbeitsumfeld geboten werden, „und ich bin mir sicher, diese Ziele haben wir erreicht“, sagte er. Das bestätigte Schulleiter Sascha Hinkel. Er habe noch nie in dem Schulgebäude unterrichtet, da der Umbau bereits begonnen hatte, als er sein Amt antrat. „Aber es ist wirklich enorm, was hier in dieser Zeit geleistet wurde“, zeigte er sich vom Ergebnis beeindruckt.

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