Rheinpfalz Wo steht das Rathaus der Zukunft?

Was wird aus dem Wallhalber Rathaus, wenn tatsächlich die gesamte Verwaltung in Thaleischweiler-Fröschen gebündelt wird? Auch da
Was wird aus dem Wallhalber Rathaus, wenn tatsächlich die gesamte Verwaltung in Thaleischweiler-Fröschen gebündelt wird? Auch das ist eine Frage, über die sich der Verbandsgemeinderat Gedanken machen muss.

Neubau oder Sanierung? Und wenn ein Neubau: wo? Auf diese Schlüsselfragen zum künftigen Rathaus der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben soll der Verbandsgemeinderat heute (19.30 Uhr, Rathaus in Thaleischweiler-Fröschen) in seiner Sitzung eine Antwort finden.

Zu Spekulationen, wie sich das Gremium entscheiden wird, will sich Verbandsbürgermeister Thomas Peifer (CDU) im Vorfeld der Sitzung nicht hinreißen lassen. „Es sind alle informiert, die Daten und Fakten liegen auf dem Tisch und wurden in den Gremien und Fraktionen auch vorbesprochen. Nach der Sitzung sind wir schlauer“, sagt er im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Wie mehrfach berichtet, stehen für die künftige Unterbringung der Verbandsgemeindeverwaltung mehrere Lösungen im Raum. Als Grundlage gilt eine Studie des Ludwigshafener Architekturbüros Sander Hofrichter, die fünf Varianten genauer unter die Lupe nahm: einen Neubau in Thaleischweiler-Fröschen links neben dem bisherigen Rathaus, die Sanierung des Rathauses in Wallhalben, die Sanierung des Rathauses in Thaleischweiler-Fröschen, einen Umzug in ein einst von der Firma Reno genutztes Gebäude, das aber noch umgebaut werden müsste, sowie eine Weiternutzung der beiden bestehenden Verwaltungsgebäude in Wallhalben und Thaleischweiler-Fröschen. Laut der Studie ist ein vierstöckiger Neubau in Thaleischweiler-Fröschen für geschätzte 5,34 Millionen Euro am günstigsten. Die Baukosten sind zwar höher als eine Sanierung samt Anbau in Wallhalben oder in Thaleischweiler, aber die Mitarbeiter müssten im Falle einer Sanierung in Containern arbeiten, was wiederum Kosten verursache. Unterm Strich kosten der Umbau in Wallhalben dann geschätzt 5,53 Millionen Euro, der in Thaleischweiler 5,57 Millionen Euro. Zwei Standorte zu sanieren (6,36 Millionen Euro inklusive Containerlösung während des Umbaus) oder ein Gebäude der Reno (6,21 Millionen Euro) umzubauen, wäre laut Studie weitaus teurer. Im Gespräch mit der RHEINPFALZ im April hatte sich Peifer für eine alleinige Lösung in Thaleischweiler-Fröschen ausgesprochen: „Das wäre unterm Strich die beste Lösung für einen Bürgermeister. Ob das zu realisieren ist, muss man abwarten“, sagte er. Aus seiner Sicht lasse sich so am effektivsten arbeiten. In Wallhalben − wo sich Widerstand gegen diese Pläne regt − soll zwar eine Anlaufstelle für die Bürger bleiben, aber nicht unbedingt im jetzigen Rathaus. Außerdem befasst sich der Rat heute Abend laut Peifer mit einer Investition in die Grundschule Thaleischweiler-Fröschen im Rahmen des kommunalen Investitionsprogramms des Landes. Dort geht es um die Außenanlage, in die 90.000 Euro fließen sollen, und um eine Küche zur Essensausgabe, die 50.000 Euro kosten soll. Weiter steht auf der Tagesordnung der in Rieschweiler-Mühlbach geplante Einkaufsmarkt. Wie berichtet, plant die Gemeinde, dass ein Investor neben dem Baugebiet „Im Flur“, das im Ortsteil Rieschweiler in Richtung Dellfeld gelegen ist, einen Supermarkt baut. Damit das geschehen kann, muss der Verbandsgemeinderat laut Peifer den Flächennutzungsplan in diesem Bereich ändern.

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