Rheinpfalz „Wir können auch Millionen-Projekte“
Die Bauarbeiten an der Grundschule Waldfischbach-Burgalben, die grundlegend saniert und erweitert wird, liegen sehr gut im Zeitplan, stellten Verbandsbürgermeister Lothar Weber und Corinna Klein von der VG-Bauabteilung am Mittwoch beim Ortstermin mit dem Bauausschuss fest. Der Ausschuss nahm im Bauverlauf erkennbar gewordene Schwachstellen in Augenschein und empfiehlt dem Verbandsgemeinderat, weitere Aufträge zu vergeben: Die betreffen die Gestaltung der Hofflächen sowie das Dach.
Auf dem Dach des Gebäudes waren in der Planungsphase kleine Blasen entdeckt worden, die entfernt werden sollten. Mittlerweile ist das ganze Dach eine einzige Blase, da sich die oberste Schicht des Flachdachs komplett gelöst hat. „Das Dach selbst ist dicht“, erläuterte Klein. Eine grundlegende Dachsanierung ist nicht erforderlich. Die äußerste Schicht muss erneuert werden, um zu vermeiden, dass diese bei einem Sturm wegfliegt oder Regenwasser in die unteren Dachschichten eindringt. Das Ingenieurbüro Vatter aus Linden wird Angebote zur Sanierung einholen. Als gute Entscheidung habe sich erwiesen, dass die Verbandsgemeinde den vor Ort stehenden Kran für die Dauer der Bauzeit gemietet hat, stellte Verbandsbürgermeister Weber fest. Das erspare Zeit im Bauablauf, weil nicht jedes beauftragte Unternehmen, das einen Kran benötigt, gesondert einen stellen müsse, und helfe bei unvorhersehbaren Arbeiten wie der Dachsanierung, dass diese zügig umgesetzt werden können. Benötigt wird der Kran auch für die Hoffläche hinter der Schule in Richtung Lindenstraße. Dort sind im unteren Gebäudeteil künftig die Mensa und die Ausgabeküche untergebracht. Davor liegt eine 182 Quadratmeter große Hoffläche. Diese mit Pflaster ordentlich herzustellen, empfiehlt der Bauausschuss, da diese bei schönem Wetter als Außen-Mensa genutzt werden könnte. Die Möbel in der Mensa sind fahrbar, könnten auch draußen aufgestellt werden. Überschlägig sei mit Kosten von 25.000 bis 30.000 Euro zu rechnen, erläuterte Kai Vatter vom Planungsbüro. Genau beziffern lassen sich die Kosten noch nicht, da beispielsweise geprüft werden muss, ob der Hofbelag mit Teer belastet ist, was die Entsorgung verteuern würde. Von der künftigen Mensa-Außenfläche, die wegen der Hanglage einzuzäunen ist, führt bereits eine Treppe zur Lindenstraße. Sie stellt die stark genutzte, schnelle Verbindung zum Sportzentrum und Hallenbad in den Bruchwiesen her. Die Treppe selbst muss gesäubert werden. Völlig untauglich und teils marode ist das vorhandene Geländer. Dieses zu ersetzen empfiehlt der Ausschuss gleichfalls. Es soll künftig neben der Treppenanlage angebracht werden. Eine Treppe verbindet die künftige Mensa-Hoffläche mit dem Haupt-Pausenhof. An dieser Seite war immer wieder Wasser in die Wand eingedrungen. Untersuchungen zeigten, dass die Treppe in Ordnung ist, dass aber Regenwasser nicht richtig ablaufen konnte und so für Feuchtigkeit im Sandstein sorgte. Eine Metallschiene, die auf der Treppe an der Wandseite eingeschoben wird, soll helfen. Erneuert wird die wenig ansehnliche Hoffläche vor dem künftigen Bürotrakt bis ans Ende des Schulgeländes. „Wir sanieren eine Schule für mehr als zwei Millionen Euro und hätten dann im Eingangsbereich so eine unansehnlich Fläche“, sagte Weber. Der Bauausschuss sah das genauso. Nicht erneuert wird die Hoffläche auf der Rückseite des Gebäudes, wo künftig unter anderem die Lüftungsanlage für Mensa und Küche stehen und Mülltonnen abgestellt werden. Die Arbeiten an der Fassade, erläuterte Kai Vatter, seien nahezu abgeschlossen. Es fehle noch der Blitzschutz, der demnächst montiert werde. „Dann kann das Gerüst weg“. Die Hauptarbeiten laufen derzeit im Gebäudeinneren. Wo früher Sekretariat und Schulleiterzimmer untergebracht waren, sind die Hauptinstallationen für den künftigen Sanitärbereich schon weit gediehen. Wo derzeit noch der offene Übergang zum früheren Toilettenbereich ist, werden die Funktionsräume Lehrerzimmer, Sekretariat, Büro Schulleitung künftig untergebracht. Der Arkadenbereich wird dafür geschlossen. Auch im Mehrzweckraum im Obergeschoss, der für Unterricht und Toben genutzt werden kann, sind die Arbeiten weit gediehen. Um die Integrationsarbeit zu ermöglichen, sind für Einzelarbeit kleine Räume abgetrennt worden. Insgesamt stehen neun Klassensäle, der Mehrzweckraum und vier kleinere Räume zur Verfügung. Klassenräume werden mit Smartboards ausgestattet. Aus Brandschutzgründen wurden Klassenzimmer durch Türen miteinander verbunden. „Das sichert den zweiten Rettungsweg“, so Klein. Im Mensabereich sind die Arbeiten für die Küchenabtrennung fortgeschritten. „Wir können auch Millionenprojekte“, stellte Weber fest. Die Zusammenarbeit mit den Firmen laufe sehr gut, was auch der sehr guten Arbeit der Planungsbüros Vatter und PTI Gebäudetechnik Pirmasens (Technik) geschuldet sei. Wie mehrfach berichtet, soll die Ganztagsschule ab dem Schuljahr 2018/19 genutzt werden. Übergabe des Gebäudes soll anlässlich des Sommerfestes 2018 sein.