Rheinpfalz Widerspruch abgewiesen

Gegen die Ersatzvornahme der Kommunalaufsicht, die die Grundsteuer B in diesem Jahr auf 385 Prozent erhöht hatte (wir berichteten), will die Gemeinde Kröppen nun nicht weiter vorgehen. Der erste Ortsbeigeordnete Gerhard Büchler hatte den Ortsgemeinderat am Donnerstag darüber informiert, dass die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier den Widerspruch der Gemeinde zurückgewiesen hatte.
Die Kosten dafür trägt die Gemeinde. „Wir sind als Kommune das schwächste Glied in der Kette und damit die Dummen“, sagte Büchler im Rat. Frank Kupper monierte, dass der Finanzausgleich nicht ausreichend sei. Doch eine Klage vor dem Verwaltungsgericht sei aussichtslos. Zudem fehle der Gemeinde dafür das Geld, ergänzte Büchler. Daher war man sich einig, gegen die Ablehnung des Widerspruches nicht weiter vorzugehen. Erfreulicher waren da die Ausführungen von Revierförster Michael Betz aus Kröppen, dem Leiter des Forstreviers Hackmesserseite. Er stellte dem Rat den Entwurf des Forstwirtschaftsplanes 2017 für den Gemeindewald Kröppen vor. 184,4 Hektar Holzboden umfasst der Gemeindewald, der laut Betz damit der größte Waldbesitz der zehn Ortsgemeinden innerhalb der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land darstellt. Er sieht für das kommende Jahr einen Hiebsatz von 1131 Festmetern vor. Seit Jahren schöpfe man im Einverständnis mit der Ortsgemeinde den im Forsteinrichtungswerkes vorgesehenen Hiebsatz allerdings nicht gänzlich aus, so Betz. So sollen im kommenden Jahr lediglich 820 Festmeter eingeschlagen werden, von denen 727 Festmeter verkauft werden. Betz kalkuliert mit Erträgen von 44.500 Euro, denen Aufwendungen von 39.700 Euro gegenüberstehen. Demnach könne die Ortsgemeinde auf einen Gewinn von 4800 Euro aus dem Gemeindewald hoffen. Da sich der Hiebsatz während des Einschlages erfahrungsgemäß noch vergrößere, sei damit zu rechnen, dass der Gewinn am Ende höher ausfalle, sagte Betz. Der Rat beschloss den Plan einstimmig. Laut Betz sei der Einschlag am Sutter 13b bereits fast abgeschlossen. Gestern habe auch der Einschlag im Saugarten sowie Römerhügel begonnen. Im Sutter 13a sollten laut Betz gegen Herbst 90 Festmeter Industrieholz sowie 20 Meter nicht aufgearbeitetes Holz eingeschlagen werden. Somit blieben noch die Frohnbach und das Heckental im Großen Tal, wo ausgangs des Sommers 2017 der Einschlag geplant sei. Auf Nachfrage erklärte Betz, dass man sich im Moment nicht über die Holzpreise beschweren könne. Da die Nachfrage nach Brennholz wegen des niedrigen Ölpreises zurückgegangen sei, könne der Brennholzbedarf gedeckt werden. Ralf Buchheit bedauerte, dass derzeit etwa 15 Polter Holz im Wald lägen, die verkauft, aber nicht innerhalb der Frist von drei Monaten abgefahren worden seien. Gerhard Starck meinte gar, dass das Holz im Wald vergammle, was nicht im Interesse der Waldwirtschaft sein könne. Betz wusste um das noch nicht abgeholte Holz. Er habe allerdings keine rechtliche Handhabe, um die Käufer zur Abfuhr zu bewegen, sagte der Förster. Marc Thiel regte an, eine gemeinsame Waldbegehung anzusetzen. Büchler meinte dagegen, es sei sinnvoll, damit zu warten, bis das neue Forsteinrichtungswerk für die nächsten zehn Jahre erstellt sei. Laut Betz dürfte der im kommenden Jahr vorliegen. |dan